OnlyFans Steuern werfen bei vielen Creatorn Fragen auf: Muss ich ein Gewerbe anmelden? Welche Steuern zahle ich auf meine Einnahmen? Und wer führt eigentlich die Umsatzsteuer ab? Grundsätzlich gilt: Einnahmen aus OnlyFans sind in Deutschland steuerpflichtig. Wer Abonnements, Trinkgelder oder bezahlte Nachrichten verkauft, handelt in der Regel gewerblich und muss die Einkünfte beim Finanzamt angeben. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, welche Pflichten auf Sie zukommen, welche Ausgaben Sie absetzen können und wie Sie böse Überraschungen vermeiden.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Punkte vorab:
- Einnahmen aus OnlyFans sind in Deutschland steuerpflichtig: Es fallen Einkommensteuer und ab 24.500 Euro Gewinn zusätzlich Gewerbesteuer an.
- Die Tätigkeit als Creator gilt in der Regel als gewerblich und setzt eine Gewerbeanmeldung sowie den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung voraus.
- Die Umsatzsteuer wird in der Regel von OnlyFans im Reverse-Charge-Verfahren abgeführt. Eine Abstimmung mit dem Finanzamt ist trotzdem empfehlenswert.
- Bei Umsätzen unterhalb der gesetzlichen Grenzen kann die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG genutzt werden.
- Betrieblich veranlasste Ausgaben, etwa für Technik oder Werbung, mindern als Betriebsausgaben den steuerpflichtigen Gewinn. OnlyFans behält 20 Prozent der Einnahmen als Provision ein.
OnlyFans: Was ist das überhaupt?
OnlyFans ist eine Content-Abonnement-Service-Plattform, die im Jahr 2016 vom britischen Unternehmer Tim Stokely gegründet wurde. Auf dem Sozialen Netzwerk können Content-Ersteller Beiträge (Fotos, Videos, Livestreams) hinter einer Paywall verbergen und nur den Abonnenten Zugang gewähren, die für den (werbefreien) Inhalt bezahlen. Es hat sich als beliebtes Werkzeug für Künstler, Fitness-Trainer, Models und andere Content-Ersteller etabliert, aber es ist mittlerweile vor allem für den Erwachseneninhalt, den einige Nutzer anbieten, bekannt.
OnlyFans bietet eine Plattform, auf der Content-Ersteller direkt Geld von ihren Followern verdienen können, die einen monatlichen Betrag zahlen, um auf den exklusiven Inhalt des Erstellers zuzugreifen, ohne dass Werbung geschaltet oder Produkte verkauft werden müssen. Ein Abonnement liegt dabei zwischen 4,99$ und 49,99$ monatlich und kann von den Creators selbst festgelegt werden. Zudem gibt es Trinkgelder oder bezahlte Privatnachrichten als weitere Einnahmequelle. Die Plattform zählt weltweit Millionen registrierte Nutzer und hat sich als eigenständiger Markt für digitale Inhalte etabliert.
Was ist OnlyFans?
OnlyFans ist eine Content-Abonnement-Service-Plattform, die es Content-Erstellern ermöglicht, ihre Beiträge (Fotos, Videos, Livestreams) hinter einer Paywall zu verbergen und den zahlenden Abonnenten so exklusiven Zugang zu den Beiträgen zu gewähren. Trotz ihrer Vielseitigkeit ist die Plattform vor allem für den Erwachseneninhalt bekannt.
Muss man für OnlyFans ein Gewerbe anmelden?
Ja, in Deutschland müssen Sie für OnlyFans in der Regel ein Gewerbe anmelden. Wer selbstständig, nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht Inhalte gegen Bezahlung anbietet, übt eine gewerbliche Tätigkeit im Sinne des § 15 EStG aus. Das trifft auf die meisten Creator zu, spätestens sobald regelmäßige Einnahmen fließen. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Gewerbeamt Ihrer Gemeinde, die Kosten liegen je nach Kommune meist zwischen 30 und 60 Euro.
Nach der Gewerbeanmeldung folgt der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt. Er ist die Grundlage für Ihre Steuernummer und gegebenenfalls Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Füllen Sie den Fragebogen sorgfältig und wahrheitsgemäß aus, um spätere Rückfragen zu vermeiden.
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Einnahmen unbemerkt bleiben: Digitale Plattformen sind nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG) verpflichtet, Einkünfte ihrer Anbieter an die Finanzbehörden zu melden. Wer kein Gewerbe anmeldet und Einnahmen verschweigt, riskiert Steuernachforderungen, Zinsen und ein Steuerstrafverfahren.

Ausnahme Freiberufler
Freiberufler müssen kein Gewerbe anmelden, zahlen keine Gewerbesteuer und sind nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet. Freiberuflich sind nach § 18 EStG aber nur bestimmte Tätigkeiten, etwa künstlerische, schriftstellerische oder unterrichtende. Für die meisten OnlyFans Creator kommt diese Einstufung nicht in Betracht, weil die Tätigkeit als Dienstleistung am Markt gewertet wird. Ob eine Ausnahme vorliegt, entscheidet das Finanzamt im Einzelfall. Bei Unsicherheiten unterstützt Sie eine steuerrechtliche Beratung bei der korrekten Einordnung.
OnlyFans Creator werden: Account erstellen und starten
Bevor Steuern anfallen, steht der Start: Einen OnlyFans Account erstellen Sie direkt auf der Plattform, anschließend folgt die Verifizierung mit Ausweisdokument und Auszahlungsdaten. Wer als Creator anonym auftreten möchte, kann gegenüber den Fans einen Künstlernamen verwenden. Gegenüber OnlyFans und dem Finanzamt ist Anonymität dagegen nicht möglich, die Identität muss vollständig hinterlegt werden.
Planen Sie die steuerliche Seite direkt beim Start mit: Gewerbeanmeldung, Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und eine saubere Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen. Wer größere Umsätze erwartet, kann außerdem prüfen, ob statt des Einzelunternehmens eine GmbH die passendere Rechtsform ist.
Ist OnlyFans steuerpflichtig?

Ja, Einnahmen über OnlyFans sind steuerpflichtig, sobald sie regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht erzielt werden. Die Steuerpflicht umfasst Abonnement-Einnahmen ebenso wie den Verkauf einzelner Inhalte, bezahlte Nachrichten und Trinkgelder. Alle Einnahmen müssen beim Finanzamt angegeben werden, unabhängig davon, ob die Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird.
Ab wann muss man OnlyFans versteuern?
Welche OnlyFans Steuern fallen an? Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer
Bei OnlyFans Steuern geht es im Kern um drei Steuerarten:
- Einkommensteuer: Sie wird auf den Gewinn erhoben, also Einnahmen abzüglich Betriebsausgaben. Der Tarif ist progressiv und reicht oberhalb des Grundfreibetrags von 14 bis 45 Prozent. Je höher der Gewinn, desto höher der Steuersatz.
- Gewerbesteuer: Sie fällt erst an, wenn der jährliche Gewinn den Freibetrag von 24.500 Euro übersteigt (§ 11 Abs. 1 GewStG, gilt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften). Die konkrete Höhe hängt vom Hebesatz Ihrer Gemeinde ab.
- Umsatzsteuer: Hier gilt eine Besonderheit. OnlyFans führt die Umsatzsteuer in bestimmten Konstellationen im Reverse-Charge-Verfahren selbst ab. Details dazu finden Sie im nächsten Abschnitt.
Wie viel Steuern muss man bei OnlyFans zahlen?

Wie viel Steuern Sie bei OnlyFans zahlen, hängt von Ihrem Gesamteinkommen, Ihren Betriebsausgaben und Ihrer Gemeinde ab.
Ein Beispiel zur Einordnung: Wer neben dem Hauptjob zusätzliche Gewinne über OnlyFans erzielt, versteuert diese mit dem persönlichen progressiven Steuersatz, weil alle Einkünfte zusammengerechnet werden. Bilden Sie deshalb frühzeitig Rücklagen, ein Richtwert von 30 bis 40 Prozent der Gewinne hat sich in der Praxis bewährt. Für eine genaue Berechnung Ihres Einzelfalls empfiehlt sich ein Steuerberater für OnlyFans.
Benötigen Sie Hilfe bei den steuerlichen Herausforderungen als OnlyFans Creator?
Die Pandotax Steuerberatung GmbH unterstützt Creator bei allen Fragen rund um OnlyFans Steuern: von der Gewerbeanmeldung über die laufende Buchhaltung bis zur Steuererklärung. Vereinbaren Sie jetzt Ihr unverbindliches Kennenlerngespräch.
OnlyFans Steuern und Umsatzsteuer: das Reverse-Charge-Verfahren
Bei den OnlyFans Steuern nimmt die Umsatzsteuer eine Sonderrolle ein. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Urteil vom 28.02.2023, C-695/20, Fenix International) gilt die Plattform umsatzsteuerlich als Leistungserbringer gegenüber den Fans. Creator erbringen ihre Leistung an OnlyFans, die Steuerschuld geht im Reverse-Charge-Verfahren auf die Plattform über. In der Praxis bedeutet das: OnlyFans führt die Umsatzsteuer auf die Fan-Zahlungen in der Regel selbst ab.
Das entbindet Sie jedoch nicht von Ihren eigenen Pflichten. Lassen Sie die umsatzsteuerliche Behandlung Ihres Einzelfalls vom Finanzamt bestätigen und stellen Sie Ihre Abrechnungen korrekt aus. So vermeiden Sie, dass Umsatzsteuer doppelt oder gar nicht erfasst wird.
Rechnung an OnlyFans stellen
Als Creator rechnen Sie gegenüber der Plattform ab. Die Rechnung wird über den vollen Betrag von 100 Prozent der Fan-Zahlungen ausgestellt und enthält den Hinweis auf die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge). Ausgezahlt werden Ihnen 80 Prozent, die einbehaltene Provision von 20 Prozent verbuchen Sie als Aufwand. In der Buchhaltung erfassen Sie also die Umsatzerlöse brutto und die Plattformgebühr separat. Die Abrechnungen von OnlyFans sollten Sie vollständig aufbewahren, sie sind Grundlage für Steuererklärung und mögliche Betriebsprüfungen.

Was können OnlyFans Creator absetzen?
Betrieblich veranlasste Ausgaben mindern Ihren Gewinn und damit Ihre OnlyFans Steuern. Absetzbar sind insbesondere:
- Technische Ausstattung: Kamera, Beleuchtung, Mikrofon, Computer, Software und Zubehör
- Kommunikationskosten: Internet und Mobilfunk, anteilig bei gemischter Nutzung
- Arbeitsplatz: anteilige Kosten für ein separates Arbeitszimmer oder die Homeoffice-Pauschale
- Marketing: Werbung, Kooperationen und Promotion Ihres Profils
- Reisekosten: beruflich veranlasste Fahrten, etwa zu Shootings
- Weiterbildung: Kurse und Fachliteratur rund um Content-Erstellung und Marketing
- Plattform- und Zahlungsgebühren: die einbehaltene OnlyFans Provision sowie Gebühren von Zahlungsdienstleistern
Voraussetzung ist immer die betriebliche Veranlassung und eine lückenlose Belegsammlung. Bei Kleidung und Kosmetik erkennt das Finanzamt Kosten nur an, wenn eine private Nutzung praktisch ausgeschlossen ist. Nutzen Sie ein Fahrzeug auch betrieblich, gelten besondere Regeln zur privaten Nutzung: Details dazu finden Sie in unserem Beitrag zur 1-Prozent-Regel und zum Fahrtenbuch.
Wie viel kann man mit OnlyFans verdienen?

Eine Obergrenze für den OnlyFans Verdienst gibt es nicht. Wie viel man mit OnlyFans verdient, hängt von der Zahl der Abonnenten, den eigenen Preisen und zusätzlichen Einnahmequellen wie Trinkgeldern oder bezahlten Nachrichten ab.
Ein Abonnement liegt zwischen 4,99 und 49,99 US-Dollar pro Monat und wird vom Creator selbst festgelegt. Während einige wenige Top-Creator sechsstellige Monatsumsätze erreichen, erzielt die große Mehrheit eher kleinere Nebeneinkünfte.
Steuerlich macht die Höhe keinen Unterschied: Jeder Euro Gewinn gehört in die Einkommensteuererklärung, ab 24.500 Euro Gewinn kommt die Gewerbesteuer hinzu.
OnlyFans Verdienst als Mann oder Frau
Der OnlyFans Verdienst als Mann unterscheidet sich steuerlich nicht vom Verdienst als Frau: Es gelten dieselben Regeln zu Gewerbeanmeldung, Einkommensteuer und Umsatzsteuer.
Unterschiede gibt es nur wirtschaftlich, da Nachfrage und Nische den erzielbaren Umsatz bestimmen. Auch Paare, die gemeinsam Inhalte erstellen, müssen ihre Einnahmen vollständig erklären und sollten die passende Unternehmensform klären, etwa eine GbR.
Wie viel Prozent kassiert OnlyFans?
OnlyFans behält 20% der Einnahmen, die Creator auf der Plattform generieren. Das bedeutet, dass die Content-Ersteller 80% ihrer Einnahmen behalten. Wenn ein Creator beispielsweise einen Monatsbeitrag von 10$ für den Zugang zu seinen Inhalten festlegt, erhält der Creator 8$ und OnlyFans behält 2$.
Es ist wichtig zu beachten, dass Sie als Creator für die Zahlung der Einkommensteuer auf Ihre Einnahmen verantwortlich sind. Diese basiert auf den 80 Prozent, die Sie erhalten, abzüglich Ihrer Betriebsausgaben.
Kleinunternehmerregelung für OnlyFans Creator
Liegt Ihr Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr nicht über 25.000 Euro und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht über 100.000 Euro (Rechtsstand seit 2025), können Sie die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen.
Sie weisen dann keine Umsatzsteuer aus und führen keine ab, können im Gegenzug aber auch keine Vorsteuer aus Ihren Ausgaben geltend machen. Das vereinfacht die Buchführung, ist aber nicht in jedem Fall vorteilhaft: Wer hohe Investitionen in Technik plant, verschenkt unter Umständen Vorsteuer. Ob die Regelung für Sie sinnvoll ist, sollte vor dem Start geprüft werden.
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Wie funktioniert die OnlyFans Auszahlung?
Bei OnlyFans können Sie als Creator Einnahmen generieren, die aus verschiedenen Quellen stammen können, wie zum Beispiel monatlichen Abonnements, dem Verkauf von Inhalten oder Trinkgeldern. Die Einnahmen, die Sie auf der Plattform erzielen, werden auf Ihrem OnlyFans-Konto gesammelt.
Bevor Sie eine OnlyFans Auszahlung beantragen können, gibt es eine Wartezeit von 7 Tagen. Dies liegt an den Anti-Geldwäsche-Richtlinien und dem Schutz vor betrügerischen Aktivitäten. Außerdem erfolgt eine Auszahlung durch OnlyFans zumeist erst dann, wenn eine bestimmte Mindestauszahlungshöhe erreicht wurde. OnlyFans bietet verschiedene Auszahlungsmöglichkeiten, darunter Überweisung und Direkteinzahlung.
Beachten Sie, dass für jede Auszahlung Bearbeitungsgebühren anfallen können und dass die spezifischen Details der Auszahlung, einschließlich der Auszahlungslimits, von Ihrem Wohnsitzland und der gewählten Auszahlungsmethode abhängen können.
Alle diese Informationen finden Sie in den Auszahlungseinstellungen Ihres OnlyFans-Kontos und in den FAQ der OnlyFans-Website.
Steuerlich wichtig: Auch Trinkgelder und Donations sind Betriebseinnahmen und müssen vollständig erfasst werden. Maßgeblich für die Besteuerung ist nicht der Auszahlungszeitpunkt auf Ihr Bankkonto, sondern die erzielten Einnahmen laut Abrechnung. Erfassen Sie Ihre Einnahmen deshalb monatlich anhand der OnlyFans Abrechnungen in Ihrer Buchhaltung.
Muss ich OnlyFans dem Arbeitgeber melden?
In Deutschland ist die Rechtslage hinsichtlich der Meldepflicht einer Nebentätigkeit vom jeweiligen Arbeitsvertrag und den internen Richtlinien des Unternehmens abhängig.
Oftmals ist in Arbeitsverträgen eine Klausel enthalten, die besagt, dass Nebentätigkeiten vom Arbeitgeber genehmigt werden müssen. Dies dient dazu, Interessenkonflikte zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Nebentätigkeit nicht die Leistung oder Verfügbarkeit im Hauptjob beeinträchtigt.
Wenn Sie mit OnlyFans Geld verdienen, könnte dies als Nebentätigkeit angesehen werden. Ob Sie das Ihrem Arbeitgeber melden müssen, hängt also von den spezifischen Bestimmungen in Ihrem Arbeitsvertrag ab.
Häufige Fehler bei OnlyFans Steuern
Drei Fehler sehen wir in der Praxis besonders oft.
Erstens: Einnahmen werden nicht oder unvollständig erklärt. Das ist keine Bagatelle, sondern kann als Steuerhinterziehung gewertet werden und Nachzahlungen, Zinsen und Strafverfahren nach sich ziehen.
Zweitens: Es werden keine Rücklagen gebildet, sodass die erste Steuernachzahlung zur finanziellen Belastung wird.
Drittens: Private und betriebliche Ausgaben werden vermischt und Belege fehlen, wodurch absetzbare Kosten verloren gehen. Eine strukturierte, monatliche Buchführung und die frühzeitige Einbindung einer Steuerberatung vermeiden alle drei Punkte.
Muss man OnlyFans versteuern?
Ja, Einnahmen als Creator bei OnlyFans sind in Deutschland steuerpflichtig. Alle Einkünfte sind dem Finanzamt zu melden und werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. In der Regel ist zudem eine Gewerbeanmeldung erforderlich, abhängig vom Gewinn kann Gewerbesteuer hinzukommen.
Ab wann muss man OnlyFans versteuern?
Es gibt keine spezielle Freigrenze für OnlyFans. Einkommensteuer fällt an, sobald das gesamte zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt. Auch kleine und unregelmäßige Einnahmen gehören in die Steuererklärung.
Welche Steuern muss ich als OnlyFans Creator zahlen?
In der Regel fällt Einkommensteuer auf den Gewinn an. Übersteigt der Gewinn 24.500 Euro im Jahr, kommt Gewerbesteuer hinzu. Die Umsatzsteuer wird in der Regel von OnlyFans im Reverse-Charge-Verfahren abgeführt, die Behandlung sollte aber im Einzelfall mit dem Finanzamt geklärt werden.
Muss ich für OnlyFans ein Gewerbe anmelden?
Ja, in den meisten Fällen. Wer regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht Inhalte gegen Bezahlung anbietet, handelt gewerblich und muss ein Gewerbe anmelden. Nur in seltenen Ausnahmefällen kommt eine freiberufliche Einstufung in Betracht, darüber entscheidet das Finanzamt.
Was ist die Kleinunternehmerregelung und kann ich sie nutzen?
Bleibt Ihr Umsatz unter den gesetzlichen Grenzen, können Sie die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen. Sie weisen dann keine Umsatzsteuer aus und führen keine ab, verzichten im Gegenzug aber auf den Vorsteuerabzug.
Welche Ausgaben kann ich als Creator absetzen?
Betrieblich veranlasste Ausgaben mindern den Gewinn, etwa Technik, Software, Werbung, anteilige Internet- und Arbeitsplatzkosten sowie die einbehaltene Plattformprovision. Voraussetzung ist eine vollständige und nachvollziehbare Belegführung.
Muss ich OnlyFans meinem Arbeitgeber melden?
Das hängt von Ihrem Arbeitsvertrag und den internen Richtlinien ab. Viele Verträge enthalten eine Klausel, nach der Nebentätigkeiten genehmigt werden müssen. Prüfen Sie deshalb Ihren Vertrag, bevor Sie als Creator starten.
Fazit:
Wer mit OnlyFans Geld verdient, muss ein Gewerbe anmelden und OnlyFans Steuern zahlen: Einkommensteuer auf den Gewinn, ab 24.500 Euro zusätzlich Gewerbesteuer, während die Umsatzsteuer in der Regel über das Reverse-Charge-Verfahren von der Plattform abgeführt wird. Mit einer sauberen Buchführung, vollständigen Belegen und ausreichenden Rücklagen sind Sie auf der sicheren Seite.
Die Pandotax Steuerberatung GmbH unterstützt Sie mit umfassender Expertise rund um OnlyFans und Steuern in Deutschland: von der Gewerbeanmeldung über die korrekte Abrechnung bis zur Steuererklärung. Vereinbaren Sie jetzt Ihr Kennenlerngespräch, wir freuen uns auf Sie.







