Das Jahr 2026 bringt einige Änderungen mit sich, die sowohl Bürger als auch Unternehmen betreffen. Von Anpassungen bei der Einkommensteuer und im Familienbereich bis hin zu Veränderungen in der Unternehmensbesteuerung und im Energiebereich – es gibt einiges zu beachten. Auch die Sozialabgaben und Regelungen für Pendler werden neu gestaltet. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Steuerlichen Änderungen 2026 Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Punkte vorab:
- Das Kindergeld steigt 2026 um vier Euro auf 259 Euro pro Monat. Auch der Kinderfreibetrag und der Grundfreibetrag werden angehoben, um das Existenzminimum steuerfrei zu halten und Inflation auszugleichen.
- Die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie wird dauerhaft auf sieben Prozent gesenkt. Dies soll die Branche unterstützen, auch wenn unklar ist, ob die Preise sinken.
- Für Pendler wird die Pauschale vereinfacht und auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer erhöht. Dies soll insbesondere Menschen mit kürzeren oder mittleren Arbeitswegen zugutekommen.
- Die Ehrenamtspauschale steigt auf 960 Euro und die Übungsleiterpauschale auf 3.300 Euro. Dies sind Anreize, um ehrenamtliches Engagement zu fördern.
- Die Forschungszulage für Unternehmen wird attraktiver, indem der Bemessungsgrundlagenhöchstbetrag auf 12 Millionen Euro angehoben wird. Dies soll Investitionen in Forschung und Entwicklung stärken.
Anpassungen bei der Einkommensteuer und für Familien
Das Jahr 2026 bringt wichtige Änderungen im Bereich der Einkommensteuer und speziell für Familien mit sich. Diese Anpassungen zielen darauf ab, die finanzielle Belastung für Bürgerinnen und Bürger zu verringern und Familien gezielt zu unterstützen. Die Bundesregierung hat beschlossen, den steuerlichen Grundfreibetrag zu erhöhen, um das Existenzminimum weiterhin steuerfrei zu halten.
Erhöhung des Grundfreibetrags und der Kinderfreibeträge
Der Grundfreibetrag, also das Einkommen, bis zu dem keine Einkommensteuer anfällt, wird zum 1. Januar 2026 angehoben. Für das Jahr 2026 steigt er auf 12.348 Euro. Dies bedeutet eine Entlastung für alle Steuerzahler, da ein größerer Teil ihres Einkommens steuerfrei bleibt. Parallel dazu werden auch die Kinderfreibeträge angepasst. Der Kinderfreibetrag selbst erhöht sich auf 6.828 Euro. Zusammen mit dem Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsfreibetrag ergibt sich für Eltern ein Gesamtfreibetrag von 9.756 Euro pro Kind. Diese Maßnahmen sind Teil der „Steueränderungen für Familien 2026“, um die finanzielle Situation von Familien zu verbessern.
Auswirkungen der Tarifformeländerung auf die Lohnsteuer
Neben der Anhebung des Grundfreibetrags wird auch die Einkommensteuertarifformel überarbeitet. Ziel ist es, die sogenannte „kalte Progression“ auszugleichen. Das bedeutet, dass Gehaltserhöhungen, die lediglich die Inflation ausgleichen, nicht dazu führen, dass Steuerzahler durch die progressive Besteuerung in höhere Steuerklassen rutschen. Für Arbeitnehmer bedeutet dies eine spürbare Entlastung bei der Lohnsteuer. Die genauen Auswirkungen hängen vom individuellen Einkommen ab, aber generell führt die Anpassung zu einer geringeren Steuerlast. Die „Einkommensteuer Tarif Anpassung 2026“ soll so eine gerechtere Besteuerung sicherstellen.
Anpassungen beim Kindergeld
Auch das Kindergeld erfährt eine Anpassung. Ab Januar 2026 steigt das monatliche Kindergeld um 4 Euro pro Kind und beträgt somit 259 Euro. Diese Erhöhung, wenn auch moderat, trägt zur finanziellen Unterstützung von Familien bei und soll die gestiegenen Lebenshaltungskosten abfedern. Zusammen mit den erhöhten Kinderfreibeträgen stellt dies eine spürbare finanzielle Erleichterung für Eltern dar.
Veränderungen in der Unternehmensbesteuerung und Förderung
Für Unternehmen bringen die Steueränderungen 2026 einige wichtige Neuerungen mit sich, insbesondere im Bereich der Forschungsförderung und bei Investitionsanreizen. Die Erweiterung der Forschungszulage für Unternehmen ist ein zentraler Punkt, der Innovationen weiter vorantreiben soll.
Erweiterung der Forschungszulage für Unternehmen
Die Forschungszulage wird ab 2026 ausgeweitet, um die Anreize für Unternehmen, in Forschung und Entwicklung zu investieren, zu erhöhen. Dies betrifft sowohl die Bemessungsgrundlage als auch die förderfähigen Kosten. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken und die Innovationskraft zu fördern. Die genauen Konditionen und Antragsverfahren werden im Rahmen des BMF Überblicks Steueränderungen 2026 detailliert aufgeführt.
Investitionsanreize durch den Bundeshaushalt 2026
Der Bundeshaushalt 2026 sieht verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Investitionen vor. Dazu gehören unter anderem steuerliche Anreize für bestimmte Branchen und Investitionsformen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung zu stabilisieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die genauen Details zu diesen Anreizen werden noch bekannt gegeben, aber es ist davon auszugehen, dass sie gezielt auf Wachstumsbereiche abzielen.
Agrardiesel-Subventionen und ihre Auswirkungen
Die Diskussion um Agrardiesel-Subventionen und deren zukünftige Ausgestaltung ist ein wichtiges Thema für die Landwirtschaft. Während es hierzu noch keine endgültigen Beschlüsse für 2026 gibt, werden die Auswirkungen möglicher Änderungen auf die Betriebe genau beobachtet. Unternehmen in diesem Sektor sollten sich auf mögliche Anpassungen vorbereiten und die Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Pandotax berät Sie gerne zu den aktuellen Regelungen und zukünftigen Planungen im Bereich der Investitionsförderung Forschung 2026.
Steuerliche Entlastungen im Energie- und Gastronomiebereich
Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie
Die Gastronomiebranche und auch die Verbraucher dürfen sich im Jahr 2026 auf eine spürbare finanzielle Erleichterung freuen. Die Mehrwertsteuer auf Speisen wird dauerhaft von 19 % auf 7 % gesenkt. Diese Maßnahme, die bereits während der Pandemie als temporäre Unterstützung galt, wird nun fest etabliert. Sie betrifft nicht nur klassische Restaurants, sondern auch Cafés, Bäckereien, Metzgereien, Catering-Services sowie die Verpflegung in Kitas, Schulen und Krankenhäusern. Diese Anpassung soll die Branche stärken und die Preise für Konsumenten stabilisieren, auch wenn die vollständige Weitergabe der Entlastung an die Kunden nicht immer garantiert ist.
Abschaffung der Gasspeicherumlage
Eine weitere positive Nachricht für Haushalte und Unternehmen betrifft die Energiekosten. Die sogenannte Gasspeicherumlage, die bisher auf den Gaspreisen lastete, wird ab dem 1. Januar 2026 abgeschafft. Dies führt zu einer direkten Senkung der Erdgaspreise und trägt zur allgemeinen Strom- und Energiekosten Entlastung bei. Die genaue Höhe der Ersparnis hängt vom individuellen Verbrauch ab, aber die Abschaffung dieser Umlage ist ein klares Signal zur Entlastung der Verbraucher.
Energiepreissenkungen für Verbraucher
Neben der Abschaffung der Gasspeicherumlage sind weitere Maßnahmen geplant, um die Energiepreise für Verbraucher zu senken. Dazu gehört die Entlastung bei den Übertragungsnetzentgelten, die durch einen Bundeszuschuss aus dem Klima- und Transformationsfonds realisiert wird. Diese Senkung wird sich ebenfalls auf die Stromrechnung auswirken. Für Unternehmen, insbesondere im produzierenden Gewerbe, wird zudem die Stromsteuer dauerhaft auf den EU-Mindeststeuersatz gesenkt, was die Wettbewerbsfähigkeit stärkt und indirekt auch die Preise beeinflussen kann. Diese Schritte sind Teil eines größeren Steuerentlastungspakets Bundestag 2025, das darauf abzielt, sowohl Bürger als auch Unternehmen zu entlasten und die Wirtschaft zu stabilisieren. Die Steuerbefreiung Elektroautos verlängert und die Steuerentlastungen Unternehmen 2026 sind weitere Bausteine dieses Pakets, die auf eine breite Entlastung abzielen.
Änderungen bei Sozialabgaben und Versicherungsbeiträgen
Mit dem Jahreswechsel 2026 stehen auch bei den Sozialabgaben und Versicherungsbeiträgen einige Anpassungen an, die sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber betreffen. Diese Veränderungen sind Teil der fortlaufenden Bemühungen, das Sozialsystem an die wirtschaftliche Entwicklung anzupassen und die finanzielle Stabilität zu sichern. Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung ist dabei ein zentraler Punkt.
Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in Kranken- und Rentenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenzen sind entscheidend dafür, bis zu welchem Einkommen Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt werden müssen. Mit steigenden Löhnen werden diese Grenzen regelmäßig angepasst. Für 2026 ergeben sich folgende Anpassungen:
- Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung: Die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 69.750 Euro brutto pro Jahr, was monatlich 5.812,50 Euro entspricht. Einkommen oberhalb dieser Grenze ist beitragsfrei.
- Gesetzliche Rentenversicherung (allgemein): Die Grenze erhöht sich auf 8.450 Euro monatlich.
- Gesetzliche Rentenversicherung (knappschaftlich): Hier steigt die Grenze auf 10.400 Euro monatlich.
Diese Anhebungen führen dazu, dass Gutverdiener höhere Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung leisten müssen. Dies hat zwar zunächst höhere Abzüge vom Bruttogehalt zur Folge, wirkt sich aber auch positiv auf die Höhe zukünftiger Rentenansprüche und die Absicherung im Krankheitsfall aus.
Anpassungen beim Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung
Neben den Beitragsbemessungsgrenzen kann sich auch der Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen ändern. Für 2026 wird ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz von 2,9 Prozent erwartet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die einzelnen Krankenkassen unterschiedliche Sätze erheben können. Versicherte sollten daher prüfen, ob ein Wechsel zu einer Krankenkasse mit einem niedrigeren Zusatzbeitragssatz sinnvoll ist, um die eigenen Kosten zu optimieren.
Auswirkungen auf Gutverdiener durch höhere Sozialabgaben
Für Arbeitnehmer mit höherem Einkommen bedeuten die angehobenen Beitragsbemessungsgrenzen höhere monatliche Abzüge. Dies ist eine direkte Folge der Anpassung an die Lohnentwicklung und soll die Finanzierung der Sozialsysteme langfristig sichern. Während das Nettoentgelt dadurch sinkt, steigen die Ansprüche auf Leistungen aus der Renten- und Krankenversicherung. Die kalte Progression abfedern 2026 wird durch Anpassungen im Einkommensteuertarif zwar teilweise erreicht, die höheren Sozialabgaben sind jedoch ein separater Faktor, der die finanzielle Belastung beeinflusst. Diese Änderungen sind Teil der allgemeinen Steueränderungen für 2026, die auch den höheren Grundfreibetrag 2026 und die Steueränderungen für Rentner 2026 umfassen, und zeigen, wie komplex die finanzielle Planung zum Jahreswechsel Steuern was ändert sich sein kann.
Optimierungen für Pendler und im Mobilitätssektor
Vereinfachung und Erhöhung der Pendlerpauschale
Die Anreise zur Arbeit wird für viele Pendler ab 2026 spürbar einfacher und finanziell entlastender. Die Pendlerpauschale Erhöhung 2026 sieht eine einheitliche Regelung vor: Ab dem ersten gefahrenen Kilometer zur ersten Tätigkeitsstätte können nun 38 Cent pro Entfernungskilometer angesetzt werden. Bislang galt dieser höhere Satz erst ab dem 21. Kilometer. Diese Anpassung soll insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kürzeren und mittleren Arbeitswegen stärker berücksichtigen und die steuerliche Belastung gerechter verteilen. Die Neuregelung tritt zum 1. Januar 2026 in Kraft und wird voraussichtlich zu jährlichen Entlastungen in Milliardenhöhe führen.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Einheitlicher Kilometersatz: 38 Cent ab dem ersten Kilometer, unabhängig von der Distanz.
- Vereinfachte Berechnung: Keine Staffelung mehr nach zurückgelegten Kilometern.
- Breitere Wirkung: Profitiert eine größere Gruppe von Pendlern, auch jene mit kürzeren Wegen.
- Geltungsbereich: Die Pauschale gilt für den einfachen Weg zur ersten Arbeitsstätte.
Regelungen für die Kfz-Steuer und Gebrauchtwagen
Im Bereich der Kraftfahrzeugsteuer gibt es ebenfalls Neuerungen. Die Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird bis Ende 2035 verlängert. Dies soll die Attraktivität von Elektroautos weiter steigern und deren Verbreitung fördern. Für Käufer bedeutet dies eine fortlaufende finanzielle Erleichterung, die gerade für kleinere und mittlere Einkommen relevant ist. Allerdings gibt es auch eine Änderung bei der Zahlungsweise: Ab 2026 ist die Begleichung der Kfz-Steuer nicht mehr in Raten möglich; die Zahlung muss dann auf einmal erfolgen. Bei Gebrauchtwagen greifen zudem neue Vorschriften: Sowohl bei gewerblichen als auch bei privaten Verkäufen über Online-Plattformen müssen Fahrzeuge nun mit einer gültigen Hauptuntersuchung oder einem Sachverständigengutachten angeboten werden. Dies dient der Transparenz und soll sicherstellen, dass keine verdeckten Mängel verschwiegen werden.
Anpassungen bei der Euro-Norm für Neufahrzeuge
Mit Beginn des Jahres 2026 tritt die zweite Stufe der Euro-Norm 6e für neu zugelassene Fahrzeuge in Kraft. Diese Verschärfung der Abgasnormen zielt darauf ab, die Luftqualität weiter zu verbessern und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu fördern. Für Fahrzeughersteller bedeutet dies, dass sie ihre Motorentechnologien entsprechend anpassen müssen. Für Verbraucher kann dies potenziell zu höheren Anschaffungskosten für Neufahrzeuge führen, da die Entwicklung und Implementierung der neuen Abgastechnologien kostspielig ist. Langfristig soll diese Maßnahme jedoch zu einer Reduzierung von Emissionen und damit zu einer gesünderen Umwelt beitragen.
Stärkung des Ehrenamts und steuerliche Anreize
Das ehrenamtliche Engagement ist ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft. Um diejenigen, die sich unermüdlich für das Gemeinwohl einsetzen, besser zu unterstützen, werden ab 2026 die steuerlichen Freibeträge für ehrenamtlich Tätige angehoben. Dies soll ein Zeichen der Anerkennung sein und gleichzeitig Anreize schaffen, sich weiterhin zu engagieren.
Erhöhung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen
Die steuerlichen Pauschalen für Übungsleiter und für ehrenamtliche Tätigkeiten werden ab dem 1. Januar 2026 angehoben. Konkret steigt die Übungsleiterpauschale von bisher 3.000 Euro auf 3.300 Euro pro Jahr. Ebenso wird die Ehrenamtspauschale von 840 Euro auf 960 Euro im Jahr erhöht. Diese Anpassungen kommen vielen Menschen zugute, die beispielsweise als Trainer im Sportverein, als Chorleiter oder in anderen gemeinnützigen Organisationen tätig sind.
Steuerliche Vorteile für ehrenamtlich Tätige
Die Erhöhung der Pauschalen bedeutet, dass Ehrenamtliche bis zu den neuen Grenzen ihre Aufwandsentschädigungen steuerfrei erhalten können. Dies ist eine direkte finanzielle Entlastung und macht das Engagement attraktiver. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Pauschalen nicht als Lohn für eine Arbeitsleistung zu sehen sind, sondern als Ausgleich für Aufwendungen, die im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit entstehen.
Förderung des bürgerschaftlichen Engagements
Neben den direkten Pauschalen gibt es weitere Entwicklungen, die das bürgerschaftliche Engagement fördern. So wird beispielsweise die sogenannte Aktivrente ab 2026 eingeführt. Wer nach Erreichen des Rentenalters weiterarbeitet, kann bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei hinzuverdienen. Dies ist nicht nur eine finanzielle Erleichterung für die Betroffenen, sondern hilft auch, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und wertvolles Erfahrungswissen länger in Unternehmen zu halten. Diese Maßnahmen zeigen, dass die Politik die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes und der fortgesetzten Erwerbstätigkeit im Alter anerkennt und aktiv fördert. Bei Pandotax beraten wir Sie gerne, wie Sie von diesen neuen Regelungen profitieren können.
Digitalisierung im Steuerwesen und weitere Anpassungen
Umstellung auf digitale Steuerbescheide über ELSTER
Ab dem 1. Januar 2026 werden Steuerbescheide primär digital über das ELSTER-Portal zugestellt. Sobald Ihr Finanzamt Ihre Steuererklärung bearbeitet hat, finden Sie den Bescheid als PDF-Datei in Ihrem persönlichen ELSTER-Postfach. Sie können das Dokument dann direkt über „Mein ELSTER“ abrufen. Wichtig zu wissen: Die einmonatige Einspruchsfrist beginnt vier Tage nach der Bereitstellung des Bescheids. Wer sein ELSTER-Postfach nicht regelmäßig prüft, riskiert, diese Frist zu versäumen. Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, die E-Mail-Benachrichtigung zu aktivieren und das Postfach konsequent zu überwachen. Sollten Sie weiterhin den Steuerbescheid in Papierform erhalten wollen, müssen Sie im ELSTER-Portal unter „Einwilligung zur elektronischen Bekanntgabe“ widersprechen. Für Personen ohne Internetzugang gibt es eine Härtefallregelung.
Anpassungen bei der Rürup-Renten-Absetzbarkeit
Für das Jahr 2026 gibt es eine positive Neuerung bezüglich der Rürup-Rente, auch bekannt als Basisrente. Beiträge, die Sie in eine solche Rentenversicherung einzahlen, können nun vollständig als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung geltend gemacht werden. Dies stellt eine weitere Möglichkeit dar, Ihre steuerliche Belastung zu reduzieren und für das Alter vorzusorgen.
Neue Regelungen für Online-Vertragswiderrufe
Obwohl nicht direkt eine Steueränderung, gibt es im Zuge der Digitalisierung auch Anpassungen bei Online-Vertragswiderrufen. Die genauen Details und das Inkrafttreten dieser Regelungen werden im Laufe des Jahres 2026 erwartet und könnten Auswirkungen auf verschiedene Vertragsarten haben, die Sie online abschließen. Wir werden Sie hierzu auf dem Laufenden halten.
Die Welt der Steuern verändert sich ständig, besonders durch die Digitalisierung. Das bedeutet, dass sich auch die Regeln und Abläufe ändern. Es ist wichtig, hier auf dem Laufenden zu bleiben, um keine Vorteile zu verpassen oder Fehler zu machen. Wenn Sie sich fragen, wie diese neuen digitalen Möglichkeiten Ihnen helfen können, Ihre Steuern einfacher zu gestalten, dann sind Sie bei uns genau richtig. Besuchen Sie unsere Website, um mehr darüber zu erfahren, wie wir Sie unterstützen können.
Fazit: Ein Jahr des Wandels
Das Jahr 2026 bringt eine Reihe von Anpassungen mit sich, die sowohl Bürger als auch Unternehmen betreffen. Von Änderungen bei Kindergeld und Freibeträgen über neue Regelungen zur Mehrwertsteuer bis hin zu Anpassungen bei der Pendlerpauschale – die steuerlichen und finanziellen Rahmenbedingungen verschieben sich. Es ist ratsam, sich mit diesen Neuerungen auseinanderzusetzen, um die eigenen Finanzen optimal zu gestalten. Wir bei Pandotax stehen Ihnen dabei als erfahrener Partner zur Seite, um Ihre steuerlichen Angelegenheiten zu optimieren und Sie durch diese Veränderungen zu begleiten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet die Änderung der Tarifformel für meinen Lohn?
Die Art und Weise, wie dein Lohn versteuert wird, ändert sich ein wenig. Das bedeutet, dass du bei gleichem Bruttolohn vielleicht etwas weniger Steuern zahlst. Das ist so, als ob der Staat dir einen kleinen Teil der Steuern zurückgibt, damit du mehr Geld in der Tasche hast. Besonders für Familien mit Kindern kann sich das positiv auswirken.
Wie wirkt sich die Erhöhung des Grundfreibetrags aus?
Der Grundfreibetrag ist das Geld, das du mindestens verdienen darfst, ohne Steuern darauf zahlen zu müssen. Weil dieser Betrag steigt, musst du erst mehr verdienen, bevor du Steuern zahlst. Das ist gut für alle, die wenig verdienen, denn sie müssen weniger oder gar keine Einkommensteuer abgeben.
Was ändert sich beim Kindergeld?
Für Familien gibt es gute Nachrichten: Das Kindergeld wird ein kleines bisschen mehr. Das bedeutet, dass du jeden Monat ein paar Euro mehr pro Kind bekommst. Das soll Familien helfen, die Kosten für ihre Kinder besser zu decken.
Warum wird die Mehrwertsteuer in Restaurants gesenkt?
Die Mehrwertsteuer für Essen im Restaurant wird niedriger. Das soll helfen, dass Restaurants nicht so viel Steuern zahlen müssen und vielleicht auch die Preise für dich etwas günstiger werden. So soll die Gastronomie gestärkt werden.
Was bedeutet die höhere Pendlerpauschale für mich?
Wenn du jeden Tag zur Arbeit fährst, kannst du bald mehr Geld von der Steuer absetzen. Egal, ob du mit dem Auto, dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährst, du bekommst für jeden Kilometer mehr Geld zurück. Das soll es einfacher machen, zur Arbeit zu kommen, besonders wenn du weiter weg wohnst.
Was sind die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen?
Wenn du dich ehrenamtlich engagierst, zum Beispiel als Trainer im Sportverein oder hilfst, wo du kannst, gibt es dafür Freibeträge. Das sind Beträge, bis zu denen du Geld verdienen darfst, ohne Steuern zahlen zu müssen. Diese Beträge werden ab 2026 höher sein, damit sich dein Einsatz noch mehr lohnt.






