Ab 2026 gibt es eine neue Regelung, die das Arbeiten im Ruhestand steuerlich attraktiver machen soll: die Aktivrente. Viele Menschen möchten auch nach dem Renteneintritt weiter arbeiten, sei es aus Freude am Beruf, um fit zu bleiben oder für ein zusätzliches Einkommen. Die Bundesregierung hat nun entschieden, dass sich das weiterarbeiten mehr lohnen soll. Mit der Aktivrente können Rentnerinnen und Rentner bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei zur normalen Rente dazuverdienen. Das ist eine deutliche Erleichterung und soll den Übergang in den Ruhestand flexibler gestalten.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Punkte vorab:
- Die Aktivrente 2026 ermöglicht es Rentnern, bis zu 2.000 Euro im Monat (24.000 Euro im Jahr) steuerfrei hinzuzuverdienen, sofern sie die Regelaltersgrenze erreicht haben und sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind.
- Diese Regelung gilt ab dem 1. Januar 2026 und soll den Arbeitsmarkt entlasten und ältere Arbeitnehmer motivieren, länger im Berufsleben zu bleiben.
- Selbstständige, Freiberufler und Beamte profitieren nicht von der Aktivrente; für sie bleiben nur die bisherigen Regelungen für Minijobs.
- Das zusätzliche Einkommen bis zur Freibetragsgrenze wird direkt im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt, sodass das höhere Netto sofort zur Verfügung steht.
- Obwohl der Zuverdienst bis 2.000 Euro steuerfrei ist, werden weiterhin Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung fällig, was langfristig sogar zu höheren Rentenansprüchen führen kann.
Die Aktivrente 2026: Ein steuerlicher Anreiz für den Ruhestand
Ab dem 1. Januar 2026 tritt mit der Aktivrente eine Neuerung in Kraft, die das Arbeiten im Ruhestand steuerlich attraktiver gestalten soll. Ziel ist es, einen Anreiz für Arbeitnehmer zu schaffen, die Regelaltersgrenze zu überschreiten und länger im Erwerbsleben zu bleiben. Dies könnte nicht nur zur Entlastung der Sozialversicherungssysteme beitragen, sondern auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken.
Grundlagen der Aktivrente: Was Arbeitnehmer wissen müssen
Die Aktivrente ist im Kern ein steuerlicher Freibetrag. Konkret bedeutet dies, dass Rentner, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterhin einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, einen Teil ihres Einkommens steuerfrei erzielen können. Dieser Freibetrag beläuft sich auf bis zu 2.000 Euro pro Monat. Das entspricht einem jährlichen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 24.000 Euro. Wichtig ist hierbei, dass es sich um eine Einkommensteuerbefreiung handelt. Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bleiben davon unberührt und werden weiterhin regulär erhoben. Auch die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge auf Arbeitgeberseite laufen normal weiter. Die Aktivrente ist Teil des umfassenderen Rentenpakets 2025, das weitere Anpassungen vorsieht, wie beispielsweise die Aufhebung des Anschlussverbots für ältere Arbeitnehmer.
Die Regelaltersgrenze als entscheidende Voraussetzung
Eine zentrale Bedingung für die Inanspruchnahme der Aktivrente ist das Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze. Wer also vorzeitig eine Altersrente bezieht oder vor dem Erreichen dieser Grenze arbeitet, profitiert nicht von der neuen Regelung. Die Aktivrente zielt explizit darauf ab, die Erwerbstätigkeit nach dem regulären Renteneintrittsalter zu fördern. Dies unterscheidet sie von anderen Regelungen zum Hinzuverdienst, die oft schon vor Erreichen der Regelaltersgrenze greifen. Die genaue Regelaltersgrenze hängt vom Geburtsjahrgang ab und steigt schrittweise an.
Der monatliche Freibetrag: Bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen
Der Kern der Aktivrente ist der monatliche Freibetrag von 2.000 Euro. Dieses Einkommen aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wird nicht mit der Einkommensteuer belegt. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass dieser Betrag nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Das bedeutet, die steuerfreien 2.000 Euro erhöhen nicht den Steuersatz für das übrige zu versteuernde Einkommen. Die Berücksichtigung erfolgt direkt im Lohnsteuerabzugsverfahren, sodass der höhere Nettobetrag sofort im Gehalt sichtbar wird, ohne dass eine nachträgliche Korrektur über die Steuererklärung notwendig ist. Für Einkommen, das über dieser Grenze liegt, greift die normale Besteuerung. Eine sorgfältige Ruhestandsplanung mit Aktivrente kann hierbei helfen, das Netto im Ruhestand zu maximieren. Wer hierbei Unterstützung benötigt, findet bei Pandotax Steuerberatung fachkundige Hilfe.
Wer profitiert von der Aktivrente und wer nicht?
Die Aktivrente ab 2026 zielt darauf ab, Anreize für den Verbleib im Erwerbsleben nach Erreichen der Regelaltersgrenze zu schaffen. Doch nicht jeder kann gleichermaßen von dieser Neuregelung profitieren. Es ist wichtig zu verstehen, wer im Fokus steht und wer außen vor bleibt.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Fokus
Grundsätzlich richtet sich die Aktivrente an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterhin sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Das bedeutet, dass Personen, die in einem Angestelltenverhältnis stehen und Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, die Vorteile des monatlichen Freibetrags von bis zu 2.000 Euro nutzen können. Diese Regelung soll insbesondere dazu dienen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und erfahrenen Arbeitskräften eine attraktive Möglichkeit zu bieten, ihr Wissen und ihre Erfahrung länger in den Arbeitsmarkt einzubringen. Für diese Gruppe bedeutet die Aktivrente eine spürbare Erhöhung des Netto vom Brutto, da ein Teil des Einkommens steuerfrei bleibt.
Ausschluss von Selbstständigen und Freiberuflern
Ein wesentlicher Punkt der Kritik an der Aktivrente ist, dass sie Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende von vornherein ausschließt. Da die Regelung ausschließlich auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse abzielt, gehen diese Personengruppen leer aus. Dies wird von vielen als ungerecht empfunden, da auch sie oft den Wunsch haben, im Alter weiter tätig zu sein und ihr Fachwissen zur Verfügung zu stellen. Die Begründung, dass der Fachkräftemangel primär im Bereich der abhängigen Beschäftigung liege, wird hierbei als nicht immer überzeugend angesehen. Für diese Gruppen bleibt der Minijob bis zur neuen Grenze von 603 Euro (ab 2026) die einzige Möglichkeit für einen steuer- und sozialversicherungsfreien Zuverdienst.
Die Bedeutung der Regelaltersgrenze für den Anspruch
Ein weiterer entscheidender Faktor für den Anspruch auf die Aktivrente ist das Erreichen der Regelaltersgrenze. Personen, die vorzeitig eine Altersrente beziehen und die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, können die Vorteile der Aktivrente nicht nutzen. Die Neuregelung ist explizit für den Übergang in den Ruhestand nach Erreichen des regulären Rentenalters konzipiert. Wer also beispielsweise eine vorgezogene Altersrente bezieht, kann diese nicht einfach mit einem steuerfreien Hinzuverdienst kombinieren, es sei denn, er oder sie hat bereits die Regelaltersgrenze erreicht und ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies unterstreicht die Zielsetzung, den Verbleib im aktiven Erwerbsleben nach dem regulären Renteneintritt zu fördern.
Praktische Umsetzung: So funktioniert die Aktivrente 2026
Die Aktivrente ab 2026 bringt eine spürbare Erleichterung für alle, die über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten möchten. Aber wie genau wird das Ganze in der Praxis umgesetzt? Wir erklären die wichtigsten Punkte, damit Sie genau wissen, was auf Sie zukommt.
Direkte Berücksichtigung im Lohnsteuerabzugsverfahren
Das Schöne an der Aktivrente ist, dass die Steuerbefreiung nicht erst über die jährliche Einkommensteuererklärung gewährt wird. Stattdessen fließt der Vorteil direkt in den monatlichen Lohnsteuerabzug ein. Das bedeutet, dass Ihnen von Ihrem Bruttogehalt bis zu 2.000 Euro monatlich direkt steuerfrei ausgezahlt werden. So erhöht sich Ihr Nettoverdienst unmittelbar, ohne dass Sie auf eine nachträgliche Erstattung warten müssen. Dies vereinfacht die Planung Ihres Einkommens erheblich und macht die Vorteile der Aktivrente sofort spürbar.
Einkommen über dem Freibetrag: Die normale Steuerpflicht
Die Aktivrente sieht einen monatlichen Freibetrag von bis zu 2.000 Euro vor. Verdienen Sie mehr als diesen Betrag, greift für den übersteigenden Teil die reguläre Einkommensteuerpflicht. Nehmen wir an, Sie verdienen 3.500 Euro brutto im Monat. Davon sind 2.000 Euro steuerfrei. Die restlichen 1.500 Euro werden dann wie gewohnt versteuert. Der Vorteil liegt darin, dass Ihr zu versteuerndes Einkommen durch die Aktivrente reduziert wird, was sich positiv auf Ihre gesamte Steuerlast auswirkt. Es ist wichtig, die Aktivrente Voraussetzungen und Bedingungen genau zu kennen, um die eigenen Möglichkeiten optimal zu nutzen.
Beiträge zur Sozialversicherung trotz Steuerfreiheit
Auch wenn ein Teil Ihres Einkommens durch die Aktivrente steuerfrei bleibt, ändert sich an Ihren sozialversicherungsrechtlichen Pflichten nichts. Das bedeutet: Sie zahlen weiterhin Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Auch der Arbeitgeber leistet seinen Beitrag zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Diese Regelung dient der Stabilisierung der Sozialversicherungssysteme und stellt sicher, dass Ihr Schutz in diesen Bereichen bestehen bleibt. Die Aktivrente betrifft ausschließlich die Einkommensteuer und nicht die Sozialabgaben.
Aktivrente Voraussetzungen und Bedingungen
Um von der Aktivrente profitieren zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein:
- Sie müssen die Regelaltersgrenze erreicht haben. Das ist die Altersgrenze, ab der Sie ohne Abschläge Ihre reguläre Rente beziehen können.
- Sie müssen als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer beschäftigt sein. Selbstständige, Freiberufler oder Personen in Minijobs sind von der Regelung ausgenommen.
- Das zusätzliche Einkommen darf den monatlichen Freibetrag von 2.000 Euro nicht überschreiten, um vollständig steuerfrei zu sein.
Aktivrente Rechenbeispiele
Stellen Sie sich vor, Sie erreichen mit 67 Jahren die Regelaltersgrenze und beziehen eine monatliche Rente von 1.500 Euro. Sie entscheiden sich, weiterzuarbeiten und verdienen zusätzlich 2.500 Euro brutto pro Monat. Dank der Aktivrente sind die ersten 2.000 Euro dieses zusätzlichen Einkommens steuerfrei. Nur die restlichen 500 Euro werden versteuert. Ihr Gesamteinkommen setzt sich dann aus Ihrer Rente (1.500 Euro) und dem steuerfreien Teil Ihres Arbeitslohns (2.000 Euro) sowie dem versteuerten Teil (500 Euro) zusammen. Das Ergebnis ist ein deutlich höheres Nettoeinkommen im Vergleich zu einer Situation ohne die Aktivrente.
Finanzielle Vorteile und langfristige Perspektiven
Das Netto-Plus durch die Aktivrente
Die Aktivrente 2026 bringt spürbare finanzielle Vorteile für alle, die sich entscheiden, nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterzuarbeiten. Der Kernpunkt ist der monatliche Freibetrag von bis zu 2.000 Euro, der steuerfrei zum Einkommen hinzukommt. Das bedeutet, dass ein erheblicher Teil Ihres Verdienstes nicht der Einkommensteuer unterliegt. Dies führt direkt zu einem höheren Nettoverdienst, ohne dass sich Ihr Bruttogehalt ändern muss. Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten Teilzeit und verdienen beispielsweise 1.500 Euro im Monat. Mit der Aktivrente würden diese 1.500 Euro komplett steuerfrei bleiben, was Ihr verfügbares Einkommen deutlich erhöht.
Aufbau zusätzlicher Rentenansprüche durch Weiterarbeit
Wer über das Rentenalter hinaus arbeitet, sammelt nicht nur ein höheres Einkommen an, sondern baut auch weitere Rentenansprüche auf. Jeder Monat, den Sie beschäftigt sind und in die Rentenversicherung einzahlen, zahlt sich langfristig aus. Dies kann dazu führen, dass Ihre spätere Rente höher ausfällt, als wenn Sie früher aufgehört hätten zu arbeiten. Diese zusätzlichen Beiträge können die Rentenhöhe spürbar verbessern und somit Ihre finanzielle Sicherheit im Ruhestand weiter stärken. Es ist eine Investition in Ihre eigene Zukunft, die sich über Jahre hinweg auszahlt.
Die Aktivrente als Ergänzung zur Altersvorsorge
Die Aktivrente ist mehr als nur ein kurzfristiger finanzieller Anreiz. Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrer bestehenden Altersvorsorge dar. Durch die Kombination aus Ihrer regulären Rente, dem steuerfreien Hinzuverdienst und den neu erworbenen Rentenansprüchen schaffen Sie eine solide finanzielle Basis für Ihren Ruhestand. Dies gibt Ihnen mehr Freiheit und Flexibilität, Ihre Lebensstandardsowie Ihre Pläne auch im Alter zu verwirklichen. Es ist ein Weg, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen: die wohlverdiente Ruhe und die Möglichkeit, weiterhin aktiv und finanziell gut aufgestellt zu sein.
Kritische Betrachtung und potenzielle Herausforderungen
Die Einführung der Aktivrente ab 2026 ist ein Schritt, der zwar positive Anreize für das Weiterarbeiten im Ruhestand setzen soll, aber auch einige kritische Fragen aufwirft und Herausforderungen mit sich bringt. Es ist wichtig, diese Aspekte genau zu betrachten, um ein vollständiges Bild zu erhalten.
Diskussion um Kosten und Zielgenauigkeit
Die Aktivrente wird voraussichtlich zu erheblichen Steuermindereinnahmen führen. Schätzungen gehen von jährlichen Ausfällen in Milliardenhöhe aus, die Bund, Länder und Kommunen betreffen. Diese finanziellen Auswirkungen sind nicht unerheblich und werfen die Frage auf, ob die Maßnahme ihre Kosten rechtfertigt. Kritiker bemängeln zudem, dass die Regelung möglicherweise nicht zielgenau ist. So könnten auch Personen profitieren, die ohnehin weiterarbeiten würden, was zu sogenannten Mitnahmeeffekten führt. Gleichzeitig bleiben wichtige Probleme wie Arbeitsbedingungen oder fehlende Beschäftigungschancen für ältere Arbeitnehmer unadressiert.
Mögliche Ungleichbehandlung und verfassungsrechtliche Bedenken
Ein weiterer Punkt der Kritik betrifft die potenzielle Ungleichbehandlung verschiedener Gruppen. Die Aktivrente ist an die Regelaltersgrenze geknüpft und schließt bestimmte Personengruppen wie Selbstständige, Freiberufler und Beamte aus. Dies wirft verfassungsrechtliche Fragen auf, da es eine doppelte Ungleichbehandlung – nach Alter und nach Art der Tätigkeit – darstellen könnte. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Regelungen angefochten werden, was zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen könnte. Die genaue Ausgestaltung und die zukünftige Rechtsprechung werden hier entscheidend sein.
Die Rolle der Aktivrente im Kontext des Fachkräftemangels
Obwohl die Aktivrente dazu beitragen soll, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, indem sie älteren Arbeitnehmern einen Anreiz zum Weiterarbeiten gibt, gibt es auch hier Bedenken. Einige Stimmen aus der Wirtschaft bemängeln, dass die Maßnahme widersprüchliche Anreize setzt. Während das Weiterarbeiten gefördert wird, bleiben frühere Ausstiegsmöglichkeiten bestehen. Zudem ist unklar, ob Arbeitgeber tatsächlich gezielt ältere Arbeitnehmer einstellen werden, wenn damit möglicherweise höhere Kosten oder organisatorische Anpassungen verbunden sind. Die Aktivrente allein wird den Fachkräftemangel nicht lösen können; sie ist eher als ein Baustein in einem größeren Reformpaket zu sehen.
Zusätzliche Erleichterungen für die Weiterbeschäftigung
Aufhebung des Anschlussverbots für ältere Arbeitnehmer
Die Regelungen zur Aktivrente ab 2026 bringen eine signifikante Erleichterung für ältere Arbeitnehmer, die über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten möchten. Bisher gab es oft Hürden, wenn es darum ging, nach dem Erreichen des Rentenalters nahtlos weiterbeschäftigt zu werden. Mit der Einführung der Aktivrente wird diese Übergangsphase flexibler gestaltet. Das bedeutet, dass das sogenannte Anschlussverbot für ältere Arbeitnehmer, das unter bestimmten Umständen eine Weiterbeschäftigung erschwerte, weitgehend aufgehoben wird. Dies ist ein wichtiger Schritt, um dem wachsenden Fachkräftemangel und dem Wunsch vieler erfahrener Fachkräfte, länger im Berufsleben zu bleiben, Rechnung zu tragen.
Flexiblere Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand
Die Aktivrente ermöglicht eine deutlich flexiblere Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand. Anstatt eines abrupten Endes der Erwerbstätigkeit können Rentnerinnen und Rentner nun leichter schrittweise reduzieren oder einfach weiterarbeiten, ohne sofort mit erheblichen steuerlichen Nachteilen konfrontiert zu werden. Der monatliche Freibetrag von bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen zu können, macht das Arbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus finanziell attraktiver. Dies kommt nicht nur den Arbeitnehmern zugute, sondern auch den Unternehmen, die dringend auf erfahrenes Personal angewiesen sind. Die Möglichkeit, bis zu 2.000 Euro brutto monatlich steuerfrei zu verdienen, wird direkt im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt, was die Handhabung vereinfacht.
Die Aktivrente als Teil umfassenderer Reformen
Die Aktivrente ist nicht als isolierte Maßnahme zu betrachten, sondern als Teil eines größeren Bündels an Reformen, die darauf abzielen, das Arbeitsleben im Alter neu zu gestalten. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung ist es für Deutschland unerlässlich, die Potenziale älterer Arbeitnehmer besser zu nutzen. Die Aktivrente adressiert dabei gezielt die finanzielle Anreizstruktur. Sie ergänzt andere Maßnahmen, die darauf abzielen, die Arbeitsbedingungen für ältere Beschäftigte zu verbessern und ihre Expertise länger im Arbeitsmarkt zu halten. Langfristig soll so die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands gestärkt und gleichzeitig die soziale Absicherung im Alter verbessert werden. Bei Pandotax beraten wir Sie gerne zu den Details und wie Sie von diesen neuen Regelungen profitieren können.
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Fazit: Arbeiten im Ruhestand wird attraktiver
Die Aktivrente ab 2026 bringt frischen Wind in die Debatte ums Arbeiten im Alter. Sie bietet die Chance, bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei zur Rente dazuzuverdienen. Das ist ein klares Signal: Wer fit ist und weiterarbeiten möchte, soll dafür belohnt werden. Gerade angesichts des Fachkräftemangels und einer älter werdenden Gesellschaft ist das ein sinnvoller Schritt. Es macht den Übergang in den Ruhestand flexibler und kann das Einkommen im Alter spürbar aufbessern. Allerdings ist die Regelung nicht für jeden gedacht – Selbstständige und Freiberufler gehen leer aus. Auch die Kosten und die genaue Wirkung werden sich erst noch zeigen müssen. Dennoch: Für viele Angestellte, die ihre Regelaltersgrenze erreicht haben, wird das Weiterarbeiten finanziell deutlich lohnender. Es lohnt sich, die genauen Details für die eigene Situation zu prüfen.
Häufig gestellte Fragen zur Aktivrente
Was genau ist die Aktivrente und ab wann gibt es sie?
Die Aktivrente ist wie ein besonderer Steuervorteil für Leute, die schon im Rentenalter sind, aber noch arbeiten. Stell dir das wie einen Freibetrag vor. Ab dem 1. Januar 2026 kannst du damit bis zu 2.000 Euro im Monat extra verdienen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Das sind dann im ganzen Jahr bis zu 24.000 Euro, die dir mehr auf dem Konto bleiben.
Wer darf die Aktivrente nutzen?
Diese Regelung gilt vor allem für Angestellte, die schon das normale Rentenalter erreicht haben. Das ist wichtig: Du musst deine Regelaltersgrenze erreicht haben, also in der Regel 67 Jahre alt sein, und weiterhin in einem Job arbeiten, bei dem du in die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung einzahlst. Nur dann kannst du von dem steuerfreien Hinzuverdienst profitieren.
Wer profitiert von der Aktivrente nicht?
Leider ist die Aktivrente nicht für jeden gedacht. Wenn du zum Beispiel selbstständig bist, also dein eigener Chef, oder als Freiberufler arbeitest, kannst du diesen Steuervorteil nicht nutzen. Auch Beamte, die über das Rentenalter hinaus arbeiten, fallen nicht darunter. Für sie bleiben nur die normalen Regeln für den Hinzuverdienst, zum Beispiel ein Minijob.
Wie funktioniert das mit dem steuerfreien Verdienst?
Das ist ziemlich einfach geregelt. Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, werden die ersten 2.000 Euro deines zusätzlichen Einkommens einfach nicht versteuert. Das merkst du direkt auf deiner Gehaltsabrechnung – mehr Netto, ohne dass du extra einen Antrag stellen oder etwas in der Steuererklärung ausfüllen musst. Dein Lohn wird also direkt so berechnet, dass du diesen Betrag steuerfrei erhältst.
Was passiert, wenn ich mehr als 2.000 Euro im Monat verdiene?
Das ist auch kein Problem. Die ersten 2.000 Euro bleiben steuerfrei, wie besprochen. Alles, was du darüber hinaus verdienst, wird ganz normal versteuert. Aber das Gute ist: Diese 2.000 Euro, die du steuerfrei verdienst, erhöhen nicht deinen persönlichen Steuersatz für den Rest deines Einkommens. Das bedeutet, dein restliches Einkommen wird nicht teurer versteuert, nur weil du den Freibetrag nutzt.
Bringt das Weiterarbeiten im Ruhestand wirklich mehr Geld?
Ja, absolut! Stell dir vor, du verdienst 2.000 Euro extra im Monat. Normalerweise müsstest du dafür Steuern zahlen. Mit der Aktivrente bleiben dir diese 2.000 Euro komplett erhalten. Das bedeutet, du hast im Jahr bis zu 24.000 Euro mehr zur Verfügung. Außerdem zahlst du durch deine Arbeit weiterhin in die Rentenversicherung ein, was deine spätere Rente sogar noch erhöhen kann.






