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Print on Demand und Steuern

Das ist zu beachten
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Dirk Wendl

Print on Demand (POD) stellt heutzutage eine vorteilhafte und einfache Möglichkeit dar, ein Geschäft im Bereich des E-Commerce zu gründen. Dieses Verfahren, bei dem Produkte erst bei Bestelleingang individuell bedruckt werden, ermöglicht eine risikoarme und flexible Unternehmensführung. Bevor Sie jedoch in die Welt des POD eintauchen, ist es wesentlich, einige Schlüsselelemente zu berücksichtigen. Dazu gehört die sorgfältige Auswahl der Rechtsform und die Differenzierung, ob Sie als Gewerbetreibender oder Freiberufler agieren. Noch wichtiger ist die Frage der korrekten Versteuerung – eine komplexe Angelegenheit, die eine detaillierte Untersuchung erfordert. In folgendem Artikel werden wir uns daher intensiv damit befassen, wie man ein POD Geschäft ordnungsgemäß strukturiert und welche Aspekte es bezüglich Print on Demand und Steuern zu beachten gibt, um einen erfolgreichen und gesetzeskonformen Betrieb sicherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten Punkte vorab:

Was ist Print on Demand?

Print on Demand (POD) bezeichnet ein Verfahren zur Auftragsabwicklung, bei dem Produkte nur dann bedruckt werden, wenn eine Bestellung vorliegt. Dabei werden sogenannte White Label Produkte durch Ihre persönlichen Designs maßgeschneidert. Bedruckt werden die Artikel bei externen POD Anbietern, die sie ebenso verpacken und an die Kunden entsenden. Sie selbst stellen nur die Designs und den Webshop.

Info: Was ist ein White Label Produkt?

White Label Produkte sind Artikel, die von Produzenten ohne spezifische Gestaltung oder Markenkennzeichnung gefertigt werden. Diese standardisierten Produkte entstehen im Rahmen einer Großproduktion und können durch das Anbringen von Designs individuell an diverse Firmen angepasst werden. Somit steht es frei, diese Artikel mit dem eigenen Label zu kennzeichnen und unter eigenem Firmennamen auf den Markt zu bringen.

Wie funktioniert Print on Demand?

POD folgt einigen allgemeinen Schritte, die in einem typischen Print on Demand Prozess involviert sind:

Schritt 1: Produkt- und Designauswahl

Zuerst wählt man die Art von Produkten aus, die man verkaufen möchte. Das können T-Shirts, Tassen, Poster, Bücher usw. sein. Anschließend werden die Designs, die auf diesen Produkten gedruckt werden sollen, erstellt oder eingekauft.

Schritt 2: Einrichtung des Online Shops

Als Nächstes wird eine Print on Demand Plattform ausgewählt, die die Herstellung und den Versand der Produkte übernimmt. Beliebte Plattformen sind z.B. Printful, Printify, Teespring usw. Die meisten POD Plattformen lassen sich dabei in gängige E-Commerce Plattformen wie Shopify, WooCommerce oder Etsy integrieren, damit die Bestell- und Fulfillment-Prozesse automatisiert werden können.

Schritt 3: Aufnahme von Bestellungen

Im nächsten Schritt werden die Produkte mit den Designs in den Onlineshop eingestellt. Anschließend bewirbt man seinen Shop und seine Produkte, um Kunden anzuziehen und Verkäufe zu generieren.

Schritt 4: Bestellung und Produktion

Sobald ein Kunde eine Bestellung aufgibt, wird sie automatisch an die POD Plattform weitergeleitet. Diese druckt das Produkt individuell mit dem bestellten Design.

Schritt 5: Versand und Lieferung

Nach der Produktion wird das Produkt verpackt und direkt an den Kunden versendet. Der Kunde erhält das Produkt und, falls notwendig, betreut man den Kundenservice für Rücksendungen, Umtausch, etc.

Schritt 6: Überprüfung und Anpassung

Nach dem Verkauf sammelt man Feedback von Kunden und nimmt ggf. Anpassungen an Produkten oder Designs vor, um die Kundenzufriedenheit und die Verkaufszahlen zu verbessern.

Durch diesen Prozess können Unternehmen Produkte mit minimalen Vorabkosten und ohne Lagerhaltung verkaufen. Das Print on Demand Modell ermöglicht eine schnelle Iteration und Anpassung, da Produkte leicht hinzugefügt oder entfernt werden können, je nachdem, was sich verkauft und was nicht.

Ist Print on Demand Dropshipping?

Häufig werden die Begriffe Print on Demand und Dropshipping synonym verwendet. Print on Demand funktioniert im Wesentlichen auch nach dem Prinzip des Dropshipping.

Beim Dropshipping kooperieren Sie mit einem externen Dienstleister, um Artikel anderer Produzenten zu verkaufen. In diesem Szenario tätigt ein Kunde eine Bestellung bei Ihnen, woraufhin Sie die Bestellung an Ihren Dropshipping Partner weiterleiten und das Produkt im Namen Ihres Kunden erwerben. Dieser Partner kümmert sich dann um die Verpackung und den Versand des Artikels direkt an den Kunden.

Das Verfahren beim Print on Demand ist vergleichbar, da auch hier die Logistikprozesse wie Verpackung und Zustellung ausgelagert werden. Somit gründen Sie Ihr POD Geschäft basierend auf dem Dropshipping Konzept. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass es sich um Ihre eigenen oder maßgeschneiderten Produkte handelt, die mit einem individuellen Design versehen sind.

Typische Merkmale von Print on Demand

Print on Demand zeichnet sich durch bestimmte Charakteristika aus, welche das Verfahren zu einem attraktiven Geschäftsmodell macht. Zu den typischen Merkmalen des Print on Demand Verfahrens zählen:

Keine Lagerhaltung:

Da Produkte erst bei Bestellung gedruckt werden, gibt es keine Notwendigkeit, einen Lagerbestand an fertigen Produkten vorzuhalten. Dies kann Kosten sparen und Ressourcenverschwendung minimieren.

Niedrige Einstiegskosten:

Der Einstieg in ein Print on Demand Geschäft kann oft weniger kostenintensiv sein als der Aufbau eines traditionellen Einzelhandelsgeschäfts, da keine großen Mengen an Produkten im Voraus gekauft werden müssen.

Personalisierung:

Print on Demand ermöglicht es oft, Produkte leicht zu personalisieren, da jedes Produkt einzeln gedruckt wird. Kunden könnten beispielsweise ihren Namen oder ein individuelles Design auf ein Produkt drucken lassen.

Breites Produktangebot:

Mit Print on Demand können Unternehmen ein breites Produktangebot anbieten, ohne sich Gedanken über Lagerbestände machen zu müssen. Wenn ein Produkt nicht verkauft wird, entstehen keine Kosten, da es nie produziert wurde.

Einfache Skalierung:

Da die Produktion ausgelagert ist, kann ein Print on Demand Geschäft oft relativ leicht skaliert werden. Die Besitzer müssen sich nicht um die Details der Produktion kümmern und können sich stattdessen auf Marketing und Design konzentrieren.

Nachhaltigkeit:

In gewisser Weise kann Print on Demand nachhaltiger sein als traditionelle Produktionsmethoden, da es die Produktion von überschüssigen Produkten, die nicht verkauft werden und möglicherweise auf einer Mülldeponie landen, eliminieren kann.

Sie überlegen, Ihre Designs per POD online zu verkaufen und suchen nun nach einer geeigneten Plattform? Einige bekannte Print on Demand Anbieter sind beispielsweise:
Printful
Shirtigo
Printify
Spreadshirt
Shirtee
Teespring
Teespring
Teezily
Gelato
Etsy
Redbubble
Amazon KDP

Welche Rechtsform für Print on Demand?

Wollen Sie ein POD Geschäft beginnen, müssen Sie sich zunächst für eine Rechtsform entscheiden. Dies kann auch in Bezug auf die Print on Demand Steuern wichtig werden. Hier können Sie sich z.B. als Einzelunternehmer registrieren lassen. Diese Rechtsform zeichnet sich dadurch aus, dass Sie am Anfang kein Stammkapital benötigen und keine Satzung erforderlich ist. Sie hat allerdings den Nachteil, dass Sie mit Ihrem gesamten Vermögen haften, falls Sie sich verschulden.

Kein Stammkapital und keine Satzung sind auch Vorteile einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Diese entsteht, wenn Sie sich dazu entschließen, sich mit weiteren Personen zusammenzutun, um ein Unternehmen zu gründen.

Eine der beliebtesten Rechtsformen für POD ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Sie erfordert ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro, wovon die Hälfte, also 12.500 Euro, sofort einzuzahlen ist, sowie eine festgelegte Satzung. Außerdem ist die GmbH dazu angehalten, jährlich eine Bilanz zu veröffentlichen, was den administrativen Aufwand erheblich steigert. Ein wesentlicher Vorteil dieser Rechtsform besteht jedoch darin, dass die Haftung der Gesellschafter auf das investierte Stammkapital begrenzt ist. Selbst als Einzelgründer haben Sie die Möglichkeit, eine GmbH ins Leben zu rufen und so von der eingeschränkten Haftung zu profitieren.

Die Wahl der Rechtsform sollte daher gut überlegt sein, da die verschiedenen Formen unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Print on Demand lässt sich sowohl als Gewerbe als auch Freiberufler ausüben. Hierbei hängt es davon ab, ob Sie die Designs, die extern gedruckt werden, selbst erstellen oder nicht. Ob Sie eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit ausüben, wirkt sich auch auf die Print on Demand Steuern aus, die Sie zahlen müssen – oder eben nicht.

Muss man bei Print on Demand ein Gewerbe anmelden?

Eröffnen Sie ein Print on Demand Business, müssen Sie oftmals ein Gewerbe anmelden. Dies gilt, wenn Sie keine eigenen Designs erstellen, sondern diese extern einkaufen und dann über Ihre Webseite vertreiben. Ob Sie dieses haupt- oder nebenberuflich machen, ist dabei nicht entscheidend. Denn als Faustregel gilt, dass jeder, der Produkte verkauft, ein Gewerbe benötigt.

Die Gewerbeanmeldung kostet zwischen 30€ und 40€. Außerdem müssen Sie den steuerlichen Erfassungsbogen ausfüllen und an das Finanzamt schicken, das Ihnen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ausstellt. Aufgrund der gewerblichen Tätigkeit unterliegen Sie zudem der Steuererklärungspflicht, egal ob im Haupt- oder Nebengewerbe.

Sämtliche Aktivitäten, die künstlerisch, schriftstellerisch oder lehrend sind, zählen zu den freiberuflichen Tätigkeiten. Falls Sie also eigene Designs erstellen und über Ihr Print on Demand Business vertreiben, gelten Sie als Freiberufler. Als Freiberufler müssen Sie keine Gewerbeanmeldung vornehmen und sind demnach auch von der Gewerbesteuer befreit.

Allerdings gibt es eine Regelung, dass Designs immer nur in einem gewissen Umfang wiederverwendet werden dürfen. Es kann also sein, dass Sie bei oftmaligem Wiederverwenden sogar von einer freiberuflichen in eine gewerbliche Tätigkeit wechseln müssen. Dies hängt stets vom Einzelfall ab.

Wie wird Print on Demand richtig versteuert?

Im Bereich Print on Demand und Steuern gibt es eines zu beachten, um die Einnahmen richtig zu versteuern.

Muss man auf Einnahmen durch Print on Demand Steuern zahlen?

Hier heißt es wieder einmal so schön: Es kommt darauf an. Wenn Sie Ihr POD Business hauptberuflich betreiben und den Grundfreibetrag (derzeit 10.908 € im Jahr 2023) nicht übersteigen, dann sind Ihre Einnahmen steuerfrei.

Ebenso müssen Sie für Print on Demand keine Steuern zahlen, wenn Sie die Aktivitäten nebenberuflich machen und noch ein Hauptgewerbe haben, also irgendwo angestellt sind und dort Ihr Haupteinkommen erzielen. Falls Ihr Einkommen durch POD den sogenannten Härteausgleich für eine Nebentätigkeit nicht übersteigt, müssen Sie auf den Gewinn ebenso keine Steuern zahlen. Dieser Härteausgleich liegt bei einer Grenze von 410 € pro Jahr, d.h. alles, was diesen Betrag nicht übersteigt, bleibt steuerfrei.

Wenn Sie hingegen über diese Grenzen hinauskommen, greift Ihr individueller Steuersatz, der von 0 bis 45 % reicht und Sie müssen für Ihr Einkommen aus Print on Demand Steuern zahlen. Dieser Steuersatz steigt progressiv an, d.h. je mehr Sie verdienen, desto höher fällt er aus.

Benötigen Sie Hilfe bei Print on Demand und Steuern?

Die Pandotax Steuerberatungsgesellschaft unterstützt Sie umfassend bei jedem Schritt im Bereich Print on Demand und Steuern, um rechtliche als auch finanzielle Konsequenzen zu verhindern und Ihren Unternehmenserfolg zu sichern.

Welche Steuern muss man bei Print on Demand zahlen?

Bei Print on Demand fallen verschiedene Steuern an, die korrekt abzuführen sind, damit Sie sich nicht strafbar machen.

Gewerbesteuer

Zählen Sie als Gewerbetreibender und nicht als Freiberufler, müssen Sie beim zuständigen Gewerbeamt ein Gewerbe anmelden und somit die Gewerbesteuer zahlen. Die Gewerbesteuer stellt eine Abgabe dar, die in Deutschland von Betrieben sowie selbstständigen Einzelpersonen auf ihre Erwerbsergebnisse gezahlt wird. Die spezifische Steuerlast ist abhängig vom betrieblichen Einkommen sowie dem Hebesatz, der von der jeweiligen örtlichen Behörde festgesetzt wird und den tatsächlichen Steuerbetrag definiert. Allerdings wird diese Steuer nicht erhoben, wenn der jährliche Gewinn weniger als 24.500 € beträgt.

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer ist eine direkte Abgabe, die auf die Einnahmen von natürlichen Personen, das heißt Einzelindividuen und Personengesellschaften, angewandt wird. Im Jahr 2024 variieren die Steuersätze für das Einkommen zwischen 14 % und 42 %. Menschen mit einem sehr geringen Einkommen können von einem Grundfreibetrag profitieren, auf den keine Steuern für Print on Demand erhoben werden. Dieser beträgt für das Jahr 2024 11.604 €. Für Individuen mit einem Jahreseinkommen über 277.826 € wird zusätzlich ein spezieller “Reichensteuersatz” von 45 % angewendet.

Einkommensteuervorauszahlung

Die Einkommensteuervorauszahlung stellt eine Art Anzahlung auf die voraussichtliche Einkommensteuer des laufenden Jahres dar. Selbstständige und Gewerbetreibende sind verpflichtet, diese Art von Vorauszahlungen zu tätigen, wohingegen Arbeitnehmer ihre Einkommensteuer automatisch durch die Lohnsteuer, die monatlich entrichtet wird, abführen.

Die spezifischen Informationen zu deinen Vorauszahlungen, inklusive des zu entrichtenden Betrags sowie des Fälligkeitstermins, sind im Vorauszahlungsbescheid aufgeführt. Diese Vorauszahlungen basieren auf den steuerpflichtigen Einkünften des vergangenen Jahres und müssen vierteljährlich an das zuständige Finanzamt transferiert werden.

Umsatzsteuer

Eine weitere wichtige Steuer, die bei Print on Demand zu entrichten ist, ist die Umsatzsteuer, auch als Mehrwertsteuer bekannt. Sie ist eine indirekte Abgabe, die auf den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen angewendet wird. Der reguläre Steuersatz liegt bei 19 %, allerdings existiert für einige Waren und Dienstleistungen ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Dieser findet Anwendung auf Produkte, die als wesentlich für die Grundbedürfnisse angesehen werden, dazu zählen nicht nur bestimmte Lebensmittel, sondern auch Artikel wie Bücher und verschiedene Snack-Artikel. 

In der Regel ist die Umsatzsteuer bereits im Preis der Produkte oder Dienstleistungen, die die Kunden erwerben, enthalten. Bei Verkäufen über die Grenzen hinweg, sei es innerhalb der EU oder in Länder außerhalb der EU, können jedoch andere Vorschriften gelten. Ob Umsatzsteuer anfällt, hängt vom Bestimmungsland ab, in das die Waren verkauft werden.

PANDOTAX

Umsatzsteuer

Ihre Kunden stammen aus:

Umsatzsteuer?

Ihrem Land

Umsatzsteuer

Einem Anderen EU-Land

Umsatzsteuer

Einem Land außerhalb der EU

Keine Umsatzsteuer

2024 Pandotax.de - Steuerberatung. Alle Rechte vorbehalten. Schaubild: Umsatzsteuer bei Print on Demand

Vorsteuerabzug

Unternehmer haben die Option, die für Eingangsleistungen entrichtete Umsatzsteuer, auch als Vorsteuer bekannt, von der zu entrichtenden Umsatzsteuer abzusetzen, wodurch sie finanzielle Mittel einsparen können. Diese Regelung, bekannt als Vorsteuerabzug, ermöglicht es im Wesentlichen, Produkte und Dienstleistungen von anderen Geschäftstreibenden umsatzsteuerfrei zu beziehen. Das liegt daran, dass die Umsatzsteuer lediglich auf die Dienstleistungen anfällt, die an die Endkunden erbracht werden.

Achtung: Ausnahme für Kleinunternehmer bei Print on Demand

Wenn Sie nicht mehr als 22.000 € Umsätze im Vorjahr hatten und nicht mehr als 50.000 € Umsätze im laufenden Jahr erzielen, können Sie die sogenannte Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. In diesem Fall müssen Sie keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Der Nachteil ist jedoch, dass Sie hierdurch auch keinen Vorsteuerabzug absetzen können.

Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer fällt für Unternehmen an, die als juristische Personen klassifiziert sind, einschließlich Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Anstalten, Vereine und Stiftungen. Falls Sie sich dazu entschließen, eine geschäftliche Aktivität mit anderen Parteien aufzunehmen und eine GmbH zu gründen, ist diese verpflichtet, Körperschaftsteuer abzuführen. Darüber hinaus sind Steuerabgaben auf das individuelle Einkommen erforderlich. Sollte Ihr Betrieb jedoch als Einzelunternehmen eingetragen sein, sind Sie von der Abgabe der Körperschaftsteuer ausgenommen. Juristische Personen müssen auf ihren erwirtschafteten Gewinn eine Körperschaftsteuer von 15 % zahlen.

Achtung: Sonderregelung bei künstlerischer Tätigkeit (Erstellung eigener Designs)

Freiberufler, die im Bereich Print on Demand (POD) mit der Erstellung eigener Designs arbeiten, sollten die steuerlichen Besonderheiten im Auge behalten. Trotz der Anwendbarkeit des persönlichen Steuersatzes, der zwischen 0 und 45 % variiert, sowie der Umsatzsteuerpflicht, wird keine Gewerbesteuer erhoben. Für das Hauptgewerbe steht der Grundfreibetrag zur Verfügung, während im Nebengewerbe ein Härteausgleich von 410 € pro Jahr berücksichtigt werden kann.

PANDOTAX

Diese Steuern müssen Sie zahlen

Gewerbesteuer

Sie ist abhängig vom Gewerbeertrag und dem Hebesatz der Gemeinden.
Sie entfällt bei einem jährlichen Gewinn unter 24.500 €.

Einkommenssteuer

Sie liegt in Deutschland zwischen 14 % und 42 %. Es gilt ein Grundfreibetrag von 10.908 €.

Unsatzsteuer

Der normale Umsatzsteuersatz in Deutschland liegt ber 19 %, der reduzierte für bestimmte Waren bei 7 %.

Körperschaftssteuer

Juristische Personen entrichten auf ihr erzieltes Einkommen die Körperschaftssteuer von 15 %

Achtung, Ausnahme:

Sie sind Freiberufler (künstleriche Tätigkeit)

Erstellen Sie Ihre Designs selbst, werden Sie i.d.R. als Freiberufler eingestuft und müssen kein Gewerbe anmelden oder die Gewerbesteuer zahlen.

Achtung, Ausnahme:

Kleinunternehmerregelung

Die Umsatzsteuer entfällt bei Kleinunternehmern mit jährlichem Umsatz unter 22.000 €.

Absetzbar sind u.a.:

Einkauf von Zeichnungen, Fortbildungskosten und Coachings, das Erstellen der Website inkl. der Domain, Marketingkosten, Miete, Strom, Heizkosten, Arbeitsmittel (Computer, Smartphone, Büromöbel), Software, Telefonie und Internet, Anwalts- und Gutachterkosten, Steuerberatungskosten sowie Lohnkosten.

2024 Pandotax.de - Steuerberatung. Alle Rechte vorbehalten. Schaubild: Umsatzsteuer bei Print on Demand

Vermeiden Sie Strafen und Nachzahlungen!

Um erhebliche Nachzahlungen und Strafen zu vermeiden, steht Ihnen die Pandotax Steuerberatungsgesellschaft erfahren und kompetent im Bereich Print on Demand Steuern zur Seite.

Was kann ich als Unternehmer steuerlich absetzen?

Als Betriebsausgaben bzw. Abschreibung können Sie im Bereich Print on Demand u.a. folgende Steuern geltend machen:

Einkauf von Zeichnungen

  • Fortbildungskosten und Fachliteratur
  • Kosten für Coaching
  • Kosten für das Erstellen der Website
  • Kosten für die Domain (sofern keine bereits bestehende gekauft wurde)
  • Marketingkosten (inklusive Produktmarketing mit Marktforschung, Analysen, Verpackungsdesign und Druckkosten)
  • Arbeitszimmer (Miete, Strom, Heizkosten, Versicherungen)
  • Arbeitsmittel (Computer, Smartphone, Büromöbel)
  • Software (inklusive Wartung und Reparatur)
  • Telefonie und Internet
  • Anwalts- und Gutachterkosten
  • Steuerberatungskosten
  • Lohnkosten

Bitte beachten Sie, dass die spezifischen Regelungen bezüglich der zu entrichtenden Steuern im Bereich Print on Demand sowie der abzugsfähigen Betriebskosten variieren können. Es ist daher ratsam, stets einen erfahrenen Steuerberater für Print on Demand zu Rate zu ziehen, um alle steuerlichen Vorteile voll auszunutzen und eine korrekte Steuererklärung abzugeben.

Fazit:

Das Print on Demand Geschäft verspricht eine lukrative Möglichkeit, relativ unkompliziert Produkte zu verkaufen. Hierbei müssen allerdings einige steuerrechtliche Gegebenheiten beachtet werden, um die Print on Demand Steuern richtig an das Finanzamt abzuführen. Die Pandotax Steuerberatungsgesellschaft unterstützt Sie hierbei gerne mit umfassender Expertise und berät Sie ausführlich. So stellen wir sicher, dass alle Ihre Steuerunterlagen korrekt sind und Sie keine teuren Nachzahlungen oder Strafen befürchten müssen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

*Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, zusammengetragen und geschrieben. Sie ersetzen jedoch keine Rechts- oder Steuerberatung. Bitte stellen Sie für eine rechtlich bindende Beratung eine Anfrage. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder mögliche Änderung der Sachlage.

Autor:

Steuerberater: Dirk Wendl

Dirk Wendl ist schon sein gesamtes Berufsleben im Bereich Steuern tätig. Nach einer Ausbildung als Steuerfachangestellter und einer Fortbildung zum Bilanzbuchhalter absolvierte er nach einer weiteren umfangreichen Ausbildung 2006 die Prüfung als Steuerfachwirt und Steuerberater. Seit 2015 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Pandotax Steuerberatungsgesellschaft in Köln. Dirk Wendl hat sich seitdem vor allem als Spezialist für Internationales Steuerrecht, E-Commerce und als Digitalisierungsexperte einen deutschlandweit guten Ruf erarbeitet.

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