Die Suche nach Wegen, wie man sein Geld sinnvoll anlegt und langfristig vermehren kann, beschäftigt viele von uns. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und einer unsicheren Rentenentwicklung wird es immer wichtiger, sich selbst um die finanzielle Zukunft zu kümmern. ETFs, oder Exchange Traded Funds, sind in aller Munde, wenn es um den Vermögensaufbau geht. Aber was genau verbirgt sich hinter dieser Anlageform und wie kann sie dir helfen, deine finanziellen Ziele zu erreichen? Wir erklären dir, was ETFs sind und wie sie funktionieren, damit du fundierte Entscheidungen für dein Geld treffen kannst.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Punkte vorab:
- ETFs, kurz für Exchange Traded Funds, sind börsengehandelte Fonds, die meist einen Index wie den DAX oder MSCI World nachbilden.
- Sie ermöglichen eine breite Streuung deines Geldes über viele Unternehmen hinweg, was das Risiko verringert.
- Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds sind ETFs oft günstiger, da sie passiv einen Index verfolgen und nicht versuchen, diesen zu schlagen.
- Die Investition in ETFs ist unkompliziert und erfordert kein tiefes Fachwissen, was sie besonders für Einsteiger attraktiv macht.
- Für den langfristigen Vermögensaufbau sind ETFs eine gute Wahl, besonders wenn du regelmäßig über Sparpläne investierst.
Was sind ETFs einfach erklärt?
ETFs, kurz für Exchange Traded Funds, sind im Grunde genommen börsengehandelte Fonds. Das bedeutet, sie werden wie Aktien an der Börse gekauft und verkauft. Die meisten ETFs sind sogenannte Indexfonds. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Wertentwicklung eines bestimmten Marktindexes nachzubilden. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der MSCI World ETF, der die Entwicklung von rund 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Anstatt nun selbst in jedes einzelne dieser Unternehmen zu investieren, was sehr aufwendig und teuer wäre, investieren Sie mit einem ETF in einen Korb von Wertpapieren, der den Index möglichst exakt widerspiegelt.
Die Bedeutung von Exchange Traded Funds
Der Begriff „Exchange Traded Fund“ (ETF) beschreibt ein Anlageprodukt, das an einer Börse gehandelt wird. Dies unterscheidet ETFs von vielen klassischen Investmentfonds, die nicht börsentäglich gehandelt werden können. Die Idee hinter ETFs ist, Anlegern einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu breiten Märkten zu ermöglichen. Sie kombinieren die Vorteile von Aktien und Investmentfonds. ETFs ermöglichen eine breite Risikostreuung, ohne dass Sie einzelne Wertpapiere auswählen müssen. Dies ist besonders für Einsteiger im Bereich des Vermögensaufbaus von Vorteil, da die Komplexität reduziert wird.
Indexfonds als Kernstück von ETFs
Das Herzstück eines typischen ETFs ist die Nachbildung eines Index. Ein Index, wie beispielsweise der MSCI World, ist ein Sammelwert, der die durchschnittliche Kursentwicklung einer Gruppe von Wertpapieren repräsentiert. Ein ETF kauft die im Index enthaltenen Wertpapiere in der Regel in dem Verhältnis, in dem sie im Index gewichtet sind. So bildet der ETF die Wertentwicklung des Index nach. Anstatt also selbst Aktien von 1.600 Unternehmen zu kaufen, investieren Sie mit einem MSCI World ETF in einen Fonds, der diese Aktien bereits enthält. Dies vereinfacht den Prozess erheblich und reduziert die Kosten.
Die Funktionsweise börsengehandelter Fonds
Die Funktionsweise von ETFs ist relativ einfach erklärt. Wenn Sie einen ETF kaufen, erwerben Sie Anteile an einem Fonds, der einen bestimmten Index abbildet. Steigt der Index, steigt auch der Wert Ihres ETFs. Fällt der Index, sinkt auch der Wert Ihres ETFs. Die Erträge, die der ETF erzielt, stammen aus Dividenden von den enthaltenen Unternehmen oder aus Zinszahlungen bei Anleihen-ETFs. Diese Erträge können entweder direkt an die Anleger ausgeschüttet oder im Fonds wieder angelegt (thesauriert) werden. Da ETFs an der Börse gehandelt werden, können Sie sie jederzeit kaufen oder verkaufen, ähnlich wie Aktien. Für den Handel benötigen Sie ein Wertpapierdepot, das Sie bei einer Bank oder einem Online-Broker eröffnen können. Die Pandotax Steuerberatung kann Sie bei der Auswahl des richtigen Depots und der steuerlichen Behandlung Ihrer Anlagen unterstützen. Pandotax Steuerberatung
Die Vorteile von ETFs für den Vermögensaufbau
ETFs, kurz für Exchange Traded Funds, bieten eine Reihe von Vorteilen, die sie zu einem attraktiven Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau machen. Sie sind nicht nur für erfahrene Anleger gedacht, sondern auch für Einsteiger, die ihre Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen möchten.
Breite Diversifikation durch Indexabbildung
Einer der größten Pluspunkte von ETFs ist die breite Streuung, die sie ermöglichen. Ein einzelner ETF bildet in der Regel einen ganzen Index ab, wie zum Beispiel den MSCI World, der Hunderte von Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen umfasst. Das bedeutet, dass Sie mit nur einem Kauf in eine Vielzahl von Wertpapieren investieren. Dieses Vorgehen reduziert das Risiko erheblich im Vergleich zur Anlage in einzelne Aktien. Wenn ein Unternehmen im Index schlecht abschneidet, können die positiven Entwicklungen anderer Unternehmen dies oft ausgleichen. Diese breite Diversifikation ist ein wichtiger Baustein für einen stabilen Vermögensaufbau.
Kosteneffizienz im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds
ETFs zeichnen sich durch ihre vergleichsweise niedrigen Kosten aus. Da sie passiv einen Index nachbilden und kein aktives Managementteam versuchen muss, den Markt zu schlagen, fallen die laufenden Kosten, die sogenannte Total Expense Ratio (TER), deutlich geringer aus als bei aktiv gemanagten Fonds. Diese Kostenersparnis mag auf den ersten Blick klein erscheinen, aber über lange Anlagezeiträume hinweg kann sie einen erheblichen Unterschied bei der Gesamtrendite ausmachen. Weniger Kosten bedeuten mehr Rendite für Sie.
Zugänglichkeit und Flexibilität für Anleger
ETFs sind für fast jeden Anleger zugänglich. Sie können bereits mit kleinen Beträgen über einen ETF-Sparplan investieren. Viele Anbieter ermöglichen den Einstieg in einen ETF-Sparplan schon ab einem monatlichen Betrag von 10 Euro. Dies macht ETFs zu einem idealen Instrument für den Vermögensaufbau, auch wenn das monatliche Budget begrenzt ist. Die Flexibilität zeigt sich auch darin, dass Sie jederzeit Anteile kaufen oder verkaufen können, da sie börsentäglich gehandelt werden. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihre Anlagestrategie an Ihre Lebenssituation anzupassen. Der ETF‑Sparplan für Vermögensaufbau ist somit ein flexibles Werkzeug, das sich gut in den Alltag integrieren lässt und ETFs als Baustein für die Altersvorsorge etabliert.
Unterschiede und Abgrenzungen von Anlageprodukten
Beim Vermögensaufbau mit ETFs ist es wichtig zu verstehen, wie diese sich von anderen Anlageformen unterscheiden. Das hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und das für Sie passende Produkt auszuwählen. Betrachten wir die gängigsten Abgrenzungen.
ETFs im Vergleich zu klassischen Investmentfonds
Der Hauptunterschied zwischen ETFs und klassischen Investmentfonds liegt in ihrer Anlagephilosophie und Verwaltung. Klassische Fonds, oft aktiv gemanagt, zielen darauf ab, den Markt zu schlagen und eine höhere Rendite als ein Vergleichsindex zu erzielen. Dies geschieht durch gezielte Auswahl von Wertpapieren durch Fondsmanager. ETFs hingegen sind in der Regel passiv gemanagt und bilden einen bestimmten Index (wie den DAX oder MSCI World) möglichst exakt nach. Sie versuchen also nicht, den Index zu übertreffen, sondern seine Wertentwicklung abzubilden. Diese passive Strategie führt oft zu niedrigeren Kosten.
| Merkmal | Klassischer Investmentfonds (aktiv) | ETF (passiv) |
|---|---|---|
| Ziel | Markt schlagen, Outperformance | Index nachbilden |
| Management | Aktiv, Fondsmanager wählt Titel aus | Passiv, bildet Index ab |
| Kosten (TER) | Höher | Niedriger |
| Flexibilität im Handel | Tägliche Preisermittlung, Kauf/Verkauf am Tagesende | Börsentäglich handelbar, Kurse ändern sich laufend |
Indexfonds versus börsengehandelte Indexfonds
Der Begriff Indexfonds wird oft synonym mit ETFs verwendet, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: die Handelbarkeit. Ein klassischer Indexfonds wird nicht an der Börse gehandelt. Anteile können nur direkt bei der Fondsgesellschaft gekauft oder verkauft werden, meist zu einem Preis, der einmal täglich nach Börsenschluss ermittelt wird. Ein ETF ist hingegen ein börsengehandelter Indexfonds. Das bedeutet, Sie können seine Anteile während der gesamten Börsenöffnungszeiten an der Börse kaufen und verkaufen, ähnlich wie Aktien. Die Preise schwanken im Tagesverlauf.
Direkte Aktienanlage im Kontrast zu ETF-Investments
Wenn Sie eine einzelne Aktie kaufen, erwerben Sie damit einen Anteil an einem spezifischen Unternehmen. Sie werden Miteigentümer und haben unter Umständen Stimmrechte. Der Erfolg Ihrer Anlage hängt dann stark von der Entwicklung dieses einen Unternehmens ab. Bei einem ETF investieren Sie hingegen indirekt in einen ganzen Korb von Wertpapieren, die einen Index abbilden. Das können Dutzende oder Hunderte von Aktien sein. Diese breite Streuung reduziert das Risiko, das mit der Anlage in ein einzelnes Unternehmen verbunden ist. Sie partizipieren an der Entwicklung eines ganzen Marktes oder Sektors, anstatt auf das Glück oder Unglück eines einzelnen Konzerns angewiesen zu sein.
Strategien und Auswahlkriterien für ETFs
Die Auswahl des richtigen ETFs ist ein wichtiger Schritt für Ihren langfristigen Vermögensaufbau. Es gibt verschiedene Ansätze und Kriterien, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten, um eine für Sie passende und günstige ETF-Strategie zu verfolgen. Eine beliebte Methode ist die „Buy and Hold“-Strategie, bei der Sie auf langfristiges Halten setzen und von Zinseszinseffekten profitieren möchten.
Thesaurierende versus ausschüttende ETFs
Die Entscheidung zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs hängt maßgeblich von Ihren persönlichen Anlagezielen ab.
- Thesaurierende ETFs legen die Erträge (z.B. Dividenden) automatisch wieder an. Dies führt zu einem Zinseszinseffekt, da das Kapital kontinuierlich reinvestiert wird und somit das Vermögen schneller wachsen kann. Dies ist besonders vorteilhaft für den langfristigen Vermögensaufbau, wenn Sie das Geld nicht kurzfristig benötigen.
- Ausschüttende ETFs zahlen die Erträge an die Anleger aus. Dies kann für Anleger interessant sein, die ein regelmäßiges Einkommen generieren möchten. Die ausgeschütteten Beträge können Sie dann nach Belieben wieder anlegen, was jedoch manuellen Aufwand bedeutet oder über einen Robo-Advisor erfolgen kann.
Physische und synthetische ETF-Konstruktionen
ETFs können auf unterschiedliche Weise konstruiert sein, um einen Index nachzubilden. Die beiden gängigsten Methoden sind:
- Physische Replikation: Hierbei kauft der ETF die tatsächlichen Wertpapiere, die im Index enthalten sind, im entsprechenden Verhältnis. Dies ist die direktere Methode und wird oft als transparenter angesehen.
- Synthetische Replikation: Bei dieser Methode bildet der ETF den Index über Finanzderivate (Swaps) nach. Dies kann zu einer genaueren Indexabbildung führen, birgt aber auch ein Kontrahentenrisiko, falls der Swap-Partner ausfällt.
Wichtige Qualitätsmerkmale eines empfehlenswerten ETFs
Bei der ETF Auswahl Kriterien für Einsteiger sollten Sie auf folgende Punkte achten, um einen guten ETF Vergleich beste Indexfonds 2026 zu ermöglichen:
- Fondsvolumen: Ein hohes Fondsvolumen (idealerweise über 100 Millionen Euro) deutet darauf hin, dass der ETF etabliert ist und wahrscheinlich nicht vom Markt genommen wird. Dies reduziert das Risiko und die anteiligen Kosten.
- Alter des ETFs: Ein ETF, der bereits seit mindestens zwei bis drei Jahren existiert, ermöglicht eine bessere Einschätzung seiner Wertentwicklung und Stabilität im Vergleich zum Index.
- Tracking Difference / Tracking Error: Diese Kennzahlen zeigen, wie genau der ETF die Wertentwicklung seines Referenzindex abbildet. Ein geringer Tracking Error und eine niedrige Tracking Difference sind wünschenswert.
- Kosten (TER): Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) gibt die jährlichen laufenden Kosten an. Achten Sie auf möglichst niedrige Kosten, da diese die Rendite schmälern. Vergleichen Sie die TER verschiedener ETFs, die denselben Index abbilden.
Die Berücksichtigung dieser Kriterien hilft Ihnen, eine fundierte Entscheidung für Ihre Geldanlage zu treffen und eine günstige ETF-Strategie Buy and Hold zu etablieren.
Praktische Aspekte der ETF-Investition
Nachdem wir die Grundlagen und Vorteile von ETFs beleuchtet haben, widmen wir uns nun den praktischen Schritten, die für eine erfolgreiche Anlage notwendig sind. Der Einstieg in die Welt der börsengehandelten Fonds mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, doch mit der richtigen Vorbereitung und einem klaren Vorgehen ist er gut zu meistern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Wertpapierdepot eröffnen, die Vorteile von ETF-Sparplänen nutzen und worauf Sie bei der langfristigen Anlage achten sollten.
Eröffnung eines Wertpapierdepots
Um in ETFs investieren zu können, benötigen Sie ein Wertpapierdepot. Dieses Depot ist im Grunde ein Konto bei einer Bank oder einem Online-Broker, auf dem Ihre Wertpapiere verwahrt werden. Die Auswahl des richtigen Depots ist ein wichtiger erster Schritt, da die Konditionen – wie Depotgebühren, Ordergebühren und die Kosten für ETF-Sparpläne – stark variieren können. Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Anbieter sorgfältig. Achten Sie dabei auch auf die Benutzerfreundlichkeit der Plattform und den angebotenen Service. Die Eröffnung eines Depots ist heutzutage meist unkompliziert und kann oft online in wenigen Schritten erfolgen.
Die Rolle von ETF-Sparplänen
ETF-Sparpläne sind ein hervorragendes Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau, insbesondere für Anleger, die regelmäßig einen Teil ihres Einkommens investieren möchten. Sie ermöglichen es Ihnen, auch mit kleineren Beträgen, beispielsweise ab 25 Euro monatlich, breit gestreute Aktien-ETFs zu besparen. Dies hat mehrere Vorteile:
- Regelmäßigkeit: Durch feste Sparraten wird diszipliniertes Investieren gefördert.
- Cost-Average-Effekt: Bei schwankenden Märkten kaufen Sie mit gleichem Geldbetrag mal mehr, mal weniger Anteile. Dies kann sich langfristig positiv auf Ihre Rendite auswirken.
- Flexibilität: Die Sparraten können in der Regel jederzeit angepasst oder pausiert werden.
Diese Methode hilft, Fehler beim ETF-Einstieg zu vermeiden, da sie den Einstiegszeitpunkt entkoppelt und das Risiko von ungünstigen Einmalanlagen reduziert. Sie ist eine Kernkomponente, um passiv investieren mit ETFs zu lernen.
Langfristige Anlagehorizonte und Ausstiegsstrategien
Der Schlüssel zum Erfolg bei der Geldanlage in ETFs liegt im langfristigen Denken. Wie funktionieren Indexfonds? Sie bilden die Wertentwicklung eines Index nach, was bedeutet, dass sie auf eine breite Streuung und damit auf eine stabile, marktkonforme Rendite abzielen. Kurzfristige Schwankungen sind normal und sollten nicht zu voreiligen Verkäufen führen. Langfristig investieren mit ETFs bedeutet, Marktschwankungen auszusitzen und von der Zinseszinseffizienz zu profitieren.
Eine Ausstiegsstrategie ist in der Regel erst dann relevant, wenn Sie das angesparte Kapital tatsächlich benötigen, beispielsweise für den Ruhestand. Überlegen Sie sich im Vorfeld, wann und unter welchen Umständen Sie Ihre Anlagen auflösen möchten. Dies kann ein bestimmter Zeitpunkt sein, ein finanzielles Ziel oder auch eine Änderung Ihrer Lebenssituation. Eine klare Strategie hilft, emotionale Entscheidungen zu vermeiden, wenn die Märkte turbulent werden. Berücksichtigen Sie dabei auch die steuerlichen Aspekte, insbesondere die Abgeltungsteuer und die Vorabpauschale, die auf Kapitalerträge anfallen können.
Risiken und steuerliche Behandlung von ETFs
Bei der Anlage in Exchange Traded Funds (ETFs) ist es wichtig, sowohl die potenziellen Risiken als auch die steuerlichen Aspekte zu verstehen. Obwohl ETFs als vergleichsweise sichere und kostengünstige Anlageform gelten, sind sie nicht gänzlich frei von Risiken. Die Diversifikation bei Indexfonds ist zwar ein starker Schutz gegen das Totalverlustrisiko einzelner Wertpapiere, schließt jedoch Marktschwankungen nicht aus.
Potenzielle Wertschwankungen und Verlustrisiken
ETFs, insbesondere solche, die in Aktien investieren, unterliegen den allgemeinen Marktschwankungen. Die Wertentwicklung eines ETFs spiegelt die Performance des zugrunde liegenden Index wider. Fällt der Index, sinkt auch der Wert des ETFs. Bei einem kurzfristigen Kapitalbedarf kann dies bedeuten, dass Sie Ihre Anteile zu einem ungünstigeren Zeitpunkt verkaufen müssen, was zu Verlusten führen kann. Langfristig orientierte Anleger können solche Schwankungen jedoch in der Regel aussitzen, da sich die Märkte historisch betrachtet langfristig erholt haben.
Die Besteuerung von ETF-Erträgen
Die Erträge aus ETFs unterliegen der deutschen Abgeltungsteuer. Diese beträgt pauschal 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ihre Bank oder Ihr Broker führt diese Steuer in der Regel automatisch ab. Um die Steuerlast zu mindern, können Sie einen Freistellungsauftrag einreichen. Bis zu einem bestimmten Betrag (dem Sparerpauschbetrag) bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Für das Jahr 2026 beträgt dieser Betrag 1.000 Euro für Ledige und 2.000 Euro für Verheiratete.
Darüber hinaus gibt es die sogenannte Vorabpauschale ETF Besteuerung. Diese wird unabhängig von tatsächlichen Ausschüttungen oder Verkäufen erhoben und basiert auf dem Wert des Fondsvermögens und einem Basiszins. Sie dient dazu, Anlegern, die ihre Gewinne thesaurieren lassen, eine jährliche Besteuerung zu ermöglichen.
Die Bedeutung eines Notgroschens
Bevor Sie in ETFs investieren, ist es ratsam, einen finanziellen Puffer, den sogenannten Notgroschen, aufzubauen. Dieser sollte idealerweise drei bis sechs Netto-Monatsgehälter umfassen und auf einem separaten Tagesgeldkonto vorgehalten werden. Ein Notgroschen stellt sicher, dass Sie unerwartete Ausgaben tätigen können, ohne Ihre langfristigen ETF-Investitionen auflösen zu müssen. Dies schützt Sie davor, in ungünstigen Marktphasen verkaufen zu müssen und somit Verluste zu realisieren.
Steuerberatung für ETF-Anleger
Die steuerliche Behandlung von ETFs kann komplex sein, insbesondere wenn Sie mehrere ETFs besitzen oder unterschiedliche Anlageformen kombinieren. Die Teilfreistellung für Aktien-ETFs (30 % bei einem Aktienanteil von über 50 %) ist ein wichtiger Aspekt, der die Steuerlast reduziert. Um sicherzustellen, dass Sie alle steuerlichen Vorteile nutzen und Ihre Verpflichtungen korrekt erfüllen, ist eine professionelle Steuerberatung für ETF‑Anleger durch Pandotax empfehlenswert. Wir helfen Ihnen, Ihre ETF‑Sparplan steuerlich behandeln zu lassen und den Sparerpauschbetrag und ETFs optimal zu nutzen.
ETFs sind eine tolle Sache, aber es gibt auch ein paar Dinge zu beachten, besonders wenn es ums Geld und Steuern geht. Wir erklären dir ganz einfach, worauf du achten musst, damit du keine bösen Überraschungen erlebst. Wenn du mehr wissen willst, schau auf unserer Website vorbei!
Zusammenfassung und Ausblick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ETFs eine zugängliche und kostengünstige Methode darstellen, um breit gestreut in Märkte zu investieren und so langfristig Vermögen aufzubauen. Ihre Einfachheit macht sie besonders für Einsteiger attraktiv, während die passive Nachbildung von Indizes für eine klare und planbare Anlagestrategie sorgt. Bedenken Sie jedoch stets die Marktschwankungen und die Notwendigkeit eines langen Anlagehorizonts. Mit einem gut gewählten Depot und einem klaren Ziel vor Augen, können ETFs ein solides Fundament für Ihre finanzielle Zukunft bilden. Es ist ratsam, sich kontinuierlich über die Entwicklungen am Markt zu informieren und die eigene Anlagestrategie gegebenenfalls anzupassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was genau ist ein ETF und wie funktioniert er?
Ein ETF, kurz für Exchange Traded Fund, ist wie ein Korb voller Wertpapiere, zum Beispiel Aktien von vielen verschiedenen Firmen. Stell dir vor, du möchtest Aktien von 100 Firmen kaufen, aber das wäre sehr aufwendig und teuer. Mit einem ETF kaufst du mit nur einem Kaufanteile an all diesen Firmen. ETFs bilden meist einen bestimmten Marktindex nach, wie den DAX oder den MSCI World. Das bedeutet, sie versuchen, die Entwicklung dieses Index so genau wie möglich nachzubilden. Da sie an der Börse gehandelt werden, kannst du sie jederzeit kaufen und verkaufen.
Warum sind ETFs gut für den langfristigen Vermögensaufbau?
ETFs sind super, um langfristig Geld aufzubauen, weil sie dir helfen, dein Risiko zu verteilen. Anstatt dein ganzes Geld in eine einzige Firma zu stecken, investierst du mit einem ETF in viele Unternehmen gleichzeitig. Das macht deine Anlage stabiler. Außerdem sind ETFs meistens sehr günstig im Vergleich zu anderen Geldanlagen. Wenn du regelmäßig kleine Beträge sparst, zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan, kann dein Geld über viele Jahre hinweg gut wachsen.
Was ist der Unterschied zwischen einem ETF und einem normalen Fonds?
Der größte Unterschied liegt darin, wie sie verwaltet werden und wie sie gehandelt werden. Normale Investmentfonds werden oft von Managern aktiv gesteuert, die versuchen, den Markt zu schlagen. Das kostet mehr. ETFs hingegen sind meist passiv und bilden einfach einen Index nach. Sie werden an der Börse gehandelt, genau wie Aktien, was sie flexibel und oft günstiger macht. Ein normaler Fonds wird nicht direkt an der Börse gehandelt.
Was bedeutet ‚thesaurierend‘ und ‚ausschüttend‘ bei ETFs?
Das bezieht sich darauf, was mit den Gewinnen passiert, die der ETF erzielt, zum Beispiel durch Dividenden von den Aktien, die er hält. Bei einem ‚thesaurierenden‘ ETF werden diese Gewinne automatisch wieder angelegt, also in den ETF reinvestiert. Das hilft deinem Geld, über die Zeit noch stärker zu wachsen (Zinseszinseffekt). Bei einem ‚ausschüttenden‘ ETF werden die Gewinne an dich ausgezahlt, du erhältst also Geld auf dein Konto. Das ist gut, wenn du regelmäßige Einnahmen möchtest.
Welche Risiken gibt es bei ETFs?
Auch wenn ETFs als relativ sicher gelten, gibt es Risiken. Der Wert eines ETFs kann schwanken, weil er von der Entwicklung der Märkte abhängt. Wenn die Börse fällt, fällt auch der Wert deines ETFs. Es ist also möglich, Geld zu verlieren. Deshalb ist es wichtig, nur Geld zu investieren, das du langfristig nicht brauchst, und immer einen Notgroschen für unerwartete Ausgaben zu haben.
Wie wähle ich den richtigen ETF aus?
Bei der Auswahl eines ETFs solltest du auf ein paar Dinge achten. Überlege dir zuerst, was du erreichen möchtest: Langfristig sparen oder regelmäßige Einnahmen? Dann schau dir die Kosten an, besonders die jährliche Verwaltungsgebühr (TER). Ein wichtiger Punkt ist auch, wie gut der ETF den Index nachbildet (Tracking Error) und wie groß der Fonds ist (Fondsvolumen). Für Anfänger sind oft breit gestreute ETFs auf bekannte Indizes wie den MSCI World eine gute Wahl.






